Samstag, 5. Februar 2011

Warum Metal total scheiße ist.

Es ist immer wieder interessant zu lesen, wie Aussenstehende eine Szene beurteilen und noch interessanter dies noch ein Mal zu lesen, wenn man ebenfalls Abstand zu dieser gewonnen hat.

ok, fassen wir mal zusammen:

hart und gefährlich aussehn.
martialisches auftreten.
mit extremer gewalt kokettieren.
brutal anmutende musik.
hass und misanthropie wird stets propagiert.

soviel zur außenwirkung.


insider berichten jedoch folgendes:


Zitat:
Zitat von Forenmitglied
Ich persönlich kenne keinen, der sich metalmäßig anzieht und dann den bösen raushängen lässt. Die sind alle extrem lustig drauf, ständig in Partystimmung, saufen bis zum umfallen und haben Spaß am Leben und an der Musik. Metal ist eigentlich ne sehr freundliche Szene mit guter Laune.

Zitat:
Zitat von Forenmitglied
(Video eines Circlepits bei Cliteater) - Sieht das aus, als würd hier irgendeiner böse in der Ecke stehen und grimmig gucken?

Zitat:
Zitat von Forenmitglied
Da wird nur geschubst und gerannt, wenn einer hinfliegt wird er sofort wieder hochgezogen etc., wie gesagt, alles auf Spaß ausgelegt und sehr friedlich.

Eine Diskussion Aussenstehender über Metal und ein "Insider" argumentiert für ihn.

Das was er als Proargument nimmt, ist genau mein Kontraargument.
Dieser Gegensatz zwischen Aussenwirkung und Realität. Diese gottverdammt lächerliche Pseudoscheiße.
Metaller sind einfach größtenteils der letzte Dreck.

Und dabei habe ich gar nicht so viel gegen Leute die "fröhlich, Partyfreunde, ausgelassen etc." sind, sondern vielmehr gegen Leute die das genaue Gegenteil darstellen zu versuchen und gekonnt ignorieren, was für lächerlich paradoxe Verhaltensweisen sie leben.

Wenn sie sich nicht als böse, finster, ungesellig darstellen würden, wäre alles nur halb so schlimm.
Aber 99% der Metaller sind so authentisch, wie eine Küchenschabe, die sich als Jaguar ausgibt.
Einfach nur 0815 Partymenschen, die sich mit ihrem Pseudoindividualismus durch die Szene huren und einen auf "Brothers of Metal" machen.

Niemand repräsentiert wirklich zu 100%, was er versucht darzustellen, das ist klar. Doch Metaller lassen JEGLICHE Authentizität vermissen.

Man kommt irgendwann als kleiner Teenager in die Szene und denkt "Hey, die sind auch so wie ich! Und dazu voll individuell und anders!", um nach einigen Monaten bis Jahren zu merken, dass sie weder individuell, noch andersartig, noch ernst zu nehmen sind.

Da sind "Normalos" bzw. Stinos weitaus besser. Die stehen wenigstens dazu, dass sie Normal sind und geben nicht vor Anders zu sein (zumindest nicht in der Art wie die abgewrackte Metalszene).

Ich denke, dass man das auf jede Szene/Subkultur übertragen kann, jedoch bin ich immer noch nun Mal in die Metalszene involviert ... gewissermaßen.

Jedenfalls merkt man: Ein Prozentsatz zwischen 1% und 10% sind ernstzunehmen in Subkulturen und repräsentieren und leben auch das, was sie nach aussen hin verkörpern.
Und gerade Metal gehört zu den Szenen in denen dieser Prozentsatz am allerniedrigsten ist.

Für das, was ich die letzten Jahre mitbekam, ist der Anteil authentischer Menschen im Metal 1-2%, im Black Metal etwa 5%. In kleineren Szenen, wie im Neo Folk, steigt der Teil authentischer Menschen. Irgendwie auch logisch ... umso kleiner und unbekannter die Szene, umso mehr muss man sich damit auseinandersetzen um "drin" zu sein.
Und Metal erlebt seit Jahren ein Revival, v.a. ein stetiges! Kein Boom, wie Emo, sondern ein wirkliches Wachstum in der Populärkultur.

Im Endeffekt sind Menschen außerhalb von Subkulturen weitaus öfter authentisch, als welche in den Szenen.

Und Metal ist eindeutig scheiße! Total scheiße!

(Die Musik Mal aussen vor gelassen ..., es geht ja vor allem um die Menschen, und die Musiker sind auch Menschen, ja, aber die machen nun wirklich einen winzigen Teil der Szene aus.)

Freitag, 4. Februar 2011

Karma, anywhere?!

Ich glaube ja prinzipiell nicht wirklich an Karma. Aber so langsam aber sicher bekomme ich immer mehr das Gefühl, dass es doch da ist. ;)

Aber nein. Mal ernst: Man muss sich nicht eine mystische Macht ausdenken um zu verstehen: "Wer schlechte Dinge tut, dem widerfahren (meist) schlechte Dinge."
Das ist logisch.
Wenn ich meinen Arsch nicht hochbekomme und nix tue, erreiche ich eben Nichts.
Wenn ich kurzfristig denke und verschwenderisch bin, dann habe ich eben kein Geld.
usw.

Und davor habe ich immer die Augen verschlossen ... das passiert einfach, wenn man im Geist eigentlich nur am liebsten zurück in die 5. Klasse möchte und keine Lust hat "erwachsen" zu sein.
Leider hat man keine Wahl.

Also sollte man Mal Dinge zusammenfassen und sie bereinigen ...

Ich habe Studien abgebrochen und mich nicht entschieden?
Das tun auch viele Andere! Und es ist so unfair, dass viele trotzdem keine Konsequenzen erleiden!
Wieso ich?
Weil: Isso. Leben ist nicht fair.
Ich habe "schlechte Dinge" getan (egal, ob nun aus Unverschulden, 100% Schuld oder halber Schuld) und nun ernte ich, was ich gesät habe. Muss mich ergo den Konsequenzen stellen.

Lässt sich auch unzählige andere Dinge übertragen und davon gibt es Einige.

Naja. Ich kann das (von Menschen geschaffene) Karma nicht umgehen. Bei vielen Dingen arbeitet die Gesellschaft nun Mal wie ein Karma.

Und daher ... ich weiß auch nicht ... irgendwie bin ich nun an dem gleichen Punkt wie beim Eintrag "Der Wille zur Kraft" angelangt.
Ja, das Fazit ist das Gleiche.

Der Wille zur Kraft, aka Leben in den Griff bekommen

Aus einem bekannten Szeneforum, vom Autor des Buches "Der Wille zur Kraft":

Das Problem ist bei vielen, dass sie den Part der Ernährung völlig falsch verstehen.

Für viele besteht Ernährung noch aus dem Konsumieren von 'Genussmitteln' - > Sie essen nur, was ihnen schmeckt. Für den Normalo-Menschen ist das auch kein Problem.

Wer jedoch etwas mit seiner Ernährung erreichen möchte, der darf nicht den Abstieg zum Konsum von Genussmitteln durchmachen, der muss sich zum Verzehr von Aufbaumitteln selbstverpflichten.

Für den BBler sind Lebensmittel nun einmal nicht nur Mittel zum Leben, sondern auch welche zum Aufbauen.

Dabei ist es völlig egal, wie sie einem schmecken.

Du lebst derzeit noch in der Genusswelt, musst aber den Sprung in die Aufbauwelt schaffen, um auch im Wachstum Erfolge erringen zu können.

Vergleich es einfach mal mit dem Training. Hier trainiert auch nicht jeder einfach die Bewegungen, die ihm am meisten Genuss und Freude bereiten. Hier trainiert man die Übungen auf die best. Art und Weise, wie man sich am meisten Wachstumsreize davon verspricht. Man quält sich mit schwerem Heben oder exzessiven Atemkniebeugen ab, obwohl man sie nicht mag, denn nur so wird man auch Fortschritte machen.

Die Welt der Genüsse und Launen ist etwas für schwache Menschen, die sich durchgängig von ihrem inneren Schweinehund beherrschen lassen.

Das Leben für eine bestimmte Leistung, für ein Ziel, das Leben mit einem tieferen Sinn befindet sich auf einem viel höheren Niveau. Hier hängt der innere Schweinehund erlegt an der Trophäenwand und hat nichts mehr zu melden.

Hier geht es nicht um subjektive Gelüste, sondern um Selbstbeherrschung und Charakterstärke. Dies ist auch der Grund dafür, dass all diejenigen, die keine Profi-Genetik haben und sich dennoch nicht bis obenhin zustopfen, für überdurchschnittliche Erfolge einen enorm starken Willen brauchen - den Willen zur Kraft.

Dieser Schritt ist nicht einfach, aber wenn man hier einmal auf die psychologische und neurobiologische Ebene hinabklettern möchte, dann geht es beim Genuss von - für einen selbst leckeren - Lebensmitteln ja darum, dass ihr Konsum Glückshormone freisetzt und wenn Du Dich von diesen beherrschen lässt, gerätst Du in eine Art Abhängigkeit zu diesen Glückshormonen.

Die meisten Menschen sind Sklaven ihres Hormonsystems. Sie essen Bestimmtes und handeln bestimmt nicht wegen der wirklichen Folgen, sondern weil ihr Hormonsystem sie dafür belohnt - Sex ist das beste Beispiel dafür:

Wenn unsere Körper nicht durch jahrmillionen lange evolutionäre Entwicklung so krass auf die geschlechtliche Fortpflanzung programmiert wären, dann würden wir erkennen, dass Sex an und für sich überhaupt nichts besonderes ist. Es ist nur der Rausch der Glückshormone beim Orgasmus, der uns immer wieder dazu bewegt (oft sogar zwanghaft) sexuelles Verhalten an den Tag zu legen. Das ist ganz genau so, wie bei all den anderen Drogen.

Der einzige Unterschied ist hier nur, dass man die Drogen nicht exogen (von außen) zuführt, sondern dass sie durch best. Verhaltens- und/oder Konsumweisen endogen (im Körperinneren) erzeugt werden. In gewissem Sinne sind wir alle nichts als Junkies und Glückshormone unsere Drogen.

Diese Herrschaft der Glückshormone lässt sich jedoch steuern - wenn man einen entsprechend starken Willen hat.

Dazu muss man lernen, immer die Folgen einer Handlung zu sehen. Man muss lernen, Glücksgefühle nicht als Maßstab für positiv oder negativ zu werten. Man muss über ihnen stehen. Hier ein paar Bsp.:
  • Süßigkeiten sind lecker - na und? Sie sind ungesund, industriell und was für kleine Kinder. Sie haben keinen Nutzen für die eigene Leistung. Zucker ist der weiße Tod der Höchstleistung (ebenso wie Weißmehl).
  • Sex ist geil - na und? Immer alles im Griff haben. Wer will schon ein Leben lang ungeplant Vater sein, für ein bisschen Spaß mit einer Frau, die man evtl. sogar kaum kennt (oder kennen möchte)?
  • Milch schmeckt auf die Dauer nicht - na und? Sie ist der weiße Stoff, der Deine Muskeln wachsen lässt. Bis zu vier Liter am Tag sind kein Problem.
  • Erdnüsse sind auf die Dauer wirklich widerlich - na und? Es gibt kaum eine bessere Kombination von Fett und Eiweiß.
  • usw
  • usf
Du verstehst, worauf ich hinaus möchte. Ich verzichte immer mehr völlig auf normale Genüsse und lebe nur noch nach dem Maßstab der wirklichen Auswirkungen meiner Handlungen. Sind die Schritte, die ich gehe, gut für meine Entwicklung? Ja? Dann gehe ich sie. Nein? Dann vermeide ich sie, so gut es geht.

Genuss? Was ist das? Welcher selbstbestimmte und charakterstarke Mensch wird sich schon von ein paar Glückshormonen beherrschen lassen?
Erfolg? Ja gerne... und genau hier steckt der Knackpunkt. Wir müssen lernen, dass nicht kurzfristiger Genuss, sondern langfristiger Erfolg das höchste der Gefühle ist. Dieser Erfolg ist ein viel höheres, erhabeneres, würdevolleres und ausfüllenderes Gefühl, als der durch minderwertigen Genuss, den man sich an jeder Straßenecke kaufen kann.

Nichts, was wirklich wertvoll ist, kann man sich kaufen oder schnell erlangen. Das ist der Maßstab, nach dem man das eigene Leben ausrichten sollte, wenn man dem eigenen Leben Sinn und Wert verleihen möchte.

Sollte ich mir die kommenden Tage noch mehrmals durch den Kopf gehen lassen ... ist eindeutig die Art, wie man leben sollte, zumindest unterm Strich. Aber da ist ja auch nicht die Rede von einem freudlosen Leben oder Ähnlichem. Nur von Disziplin und von langfristigem Denken ... und ich muss zugeben, ich denke zu 90% so kurzfristig, wie nur möglich ... sollte ich abstellen für ein erfolgreich(er)es Leben.

Auch wenn es irgendwie weh tut es zuzugeben ... aber wie man handelt ist wirklich das Maß. Was nützt einem Menschen Intellekt, Wissen, Erfahrung, Potential und Talent, wenn er nicht die Stärke aufbringt, alles in die Tat umzusetzen und als Hartz IV-Asi endet, der allen halb so talentieren, intelligenten etc. Menschen ihren Erfolg neidet?!
Taten allein sind auch nicht wirklich begrüßenswert, aber Geist ohne Tat ist beinahe komplett wertlos.
Das sollte man (bzw. ich) begreifen, und beginnen umzusetzen ... ein gigantisches Konstrukt an Geist in sich zu tragen bringt gar nichts, wenn man es Niemals nutzt.

Gehört wohl auch zum "Erwachsenwerden".

(Und der Titel, der wohl auch eine Anleihe bei Nietzsches Willen zur Macht sein soll, bringt mich eben auch erst darauf, dass es ja auch inhaltlich gleich ist ... schließlich geht es bei Nietzsches Willen zur Macht nicht um die Macht über Andere (wie es einige lustige Menschen fehl/umdeuten), sondern darum die Macht über sich selbst zu wollen, der Herr seiner Selbst zu seien und eben nicht als oben beschriebener Hormonsklave (auch wenn in Nietzsches Werk Hormone keine explizite Nennung erhalten, allerdings meint er sie letztendlich auch ...)  zu leben. Ist ein schwerer Weg, und 95% der Menschheit werden ihn nie betreten, aber es ist der richtige und einzig ehrbare, starke Weg.
Klingt so ganz schön abgehoben: Kurz zusammengefasst - Arsch hochkriegen, mit dem Leben klar kommen, Stärke beweisen, seine Ziele erreichen und nicht Alles sofort aufgeben.

Quasi: Fresse halten und Taten sprechen lassen!)

Post Scriptum: 
Die ganze Sache ist meiner Meinung nach absolut nicht so zu verstehen, als das sie Spaß im Leben ablehnt. (Wobei "Ich verzichte immer mehr völlig auf normale Genüsse und lebe nur noch nach dem Maßstab der wirklichen Auswirkungen meiner Handlungen." ein wenig übertrieben klingt, meiner Meinung nach. So arg muss man's nicht übertreiben ...) Zu keiner Zeit. Sie ist eher ein Statement gegen Hedonismus in zu starker Form. Und man sieht, zwar sind die wahren Hedonisten da draussen, doch auch ich bin in vielen Dingen noch zu hedonistisch.
Vor allem in Sachen Ausbildung, Geld und Ähnlichem ... naja, nun heißt es wohl: Siehe "Quasi".

Mittwoch, 2. Februar 2011

Trainingsfortschritte

Zur Selbstmotivation, bevor ich ins Bett gehe, mal die Fortschritte der letzten 11 Monate und 20 Tage.

Übung 10.02.2010 01.09.2010 02.02.2011 Verbesserung:
Bizepscurls Maschine 5 kg 22 kg 36 kg +620%
Pulldown RM (Klimmzugmaschine) - 30 kg 52 kg +73%
Trizepsdrücken Maschine 25 kg 46 kg 72 kg +188%
Brustpresse liegend, Maschine - 10 kg 22,5 kg +125%
Hammercurls Maschine - 13 kg 27 kg +107%
Backextension - 63 kg 100 kg +158%
Schulterpresse - 18 kg 32 kg +77%
Beinstrecker (zuletzt Anfang Januar) 40 kg 72 kg 91 kg +127%
Beinpresse - kg - kg 109 kg -
Beincurls Maschine 25 kg 45 kg 63 kg +148%
Wadenheben - 27 kg 81 kg +200%
Butterfly - 15 kg 36 kg +140%
Rudergerät - 15 kg 22,5 kg +50%
Schultermaschine Seitheben - 10 kg 27 kg +170%
Trizeps Turm Kabelzug - 22 kg 41 kg +86%

Schrägbankdrücken, Chestpressmaschine und Latzug fehlen, da bisher noch nicht regelmäßig gemacht.
Sehr viele Übungen, die ich jetzt mache, habe ich zu Trainingsbeginn nocht nicht ein Mal gekannt, daher keine Werte.

Wie ich eine Backsteinmauer umwarf ...

Diese undurchsichtige Titel soll eine schlechte bildhafte Metapher darstellen, die mir heute während des Trainings kam.

Das Phänomen selber hatte ich das erste Mal letzte Woche in der Beinpresse.


Nach guten 8 Monaten eher luschigen Trainings, habe ich vor einiger Zeit endlich Mal begonnen Alles zu geben und nicht nur 60%.

Und die Beinpresse war eines der ersten neuen Geräte, die ich probierte, nach meiner TP-Umstellung.

Nachdem ich mich eingearbeitet hatte, hatte ich letzte Woche mit 100 kg (ich weiß nicht Mal ob das nun Viel, wenig, sehr wenig, Mittelmaß ist ... die Maschine geht jdflls. bis 160kg) gearbeitet im schwersten Satz.

Da war dieser Effekt. Es fühlte sich an, als würde man gegen eine Backsteinmauer drücken ...
Man drückt und drück und es rührt sich NICHTS. Nicht 1 Milimeter. Der Befehl vom Hirn geht an den Muskel, doch er rührt sich nicht. Genauso wenig, wie der Schlitten der Beinpresse  ...

Doch nach 3-5 Sekunden passiert es und das Bein zitttert wie wild, es bewegt sich und langsam wird man nach oben geschoben! Man ist drin im Satz, schnell die 8 Wdh und Voila.
(Man weiß ja, die 1 Wdh ist 100 Mal schwerer, als die darauf, da man hier das Gewicht erstmal vom "Boden" hochkriegen muss).

Heute also meine "Wenn ich nicht sterbe vor Anstrengung gebe ich nur 80%" Mentalität weiter ausgebaut und 109 Kilo gewählt.

Satz 1 mit 91 kg. Gingen ganz gut.
Satz 2 mit 100 kg. Da war sie! Die Backsteinmauer. Doch nach etwa 2-3 Sekunden war sie gefallen.
Satz 3 und 109 kg. Backsteinmauer bis zum Erbrechen. Ich gab Alles. Nichts. Erneut. Nichts. Erneut. Wieder Nichts.
Ok ... da stehen 5 Kerle in meiner Nähe, irgendwie wird's langsam peinlich. Also Stellung leicht optimiert.
Druck ... 1 ... 2 ... 5 ... Sek, keinerlei Reaktion des Quadrizeps. Ich hatte innerlich aufgegeben und dachte "Los noch 1 Maaaaaaaaal!" und unter einem (und meinem allerersten auch ... ) "UAAAAAAAARGH!" bewegte sich der Schlitten und ich war im Satz. 10 Wiederholungen und beendet. Die 8 darauf gingen wieder leichter von der Hand ... oder vom Bein.

Nun weiß ich, wieso so viele Muskelprotze wie blöde rumstöhnen. In dem Moment als man merkte "Jetzt hab ich die Mauer, sie fällt!" musste man einfach nochmal Alles geben und der Muskel war kontrahiert. :)
So fühlt es sich an, wenn man wirklich 100% gibt.

Des Weiteren, für mich, sehr tolle Trainingserfolge: Trizepskabelzug am Turm von 32 auf 41 kg erhöht. Ich weiß gar nicht was los war ... irgendwie war ich heut in super Form und mir kam das so irre leicht vor.
Wadenheben auf 83 kg erhöht.
Wunderbare Sache direkt nach der Beinpresse. Dann kann man weder gerade stehen, noch schief und muss sich einfach setzen, da man sonst umfallen würde.

So ein Trainingstag motiviert ungemein!

Neue Kategorie

Da die ganzen Sachen, die bisher in Persönliches waren, alle was mit meinem Training zu tun haben, habe ich nun eine neue Kategorie eingeführt.

Mit Training meine ich ... ich will das Wort nicht nutzen, da es für meinen Status einfach dämlich und großspurig klingt ... Bodybuilding. Doch im Grunde ist es das bei mir.

Der Unterschied zwischen Kraftsport und Bodybuilding ist, dass es bei Kraftsport um die Steigerung der Kraftwerte geht und das Gute Aussehen ein Nebeneffekt ist.
Beim Bodybuilding ist es genau umgekehrt. Hier "baut" man einen Körper und würde es auch tun, wenn es denn eine Möglichkeit gäbe muskulös zu sein, ohne dabei zeitgleich sportlich und stark zu sein. Aber die gibt es nicht.

Und so müssen sich Kraftsportler, wie Bodybuilder, damit "abfinden", dass sie zeitgleich gut aussehen und körperlich stark sind.


Und für mich ist Antriebskraft #1 eindeutig Aussehen. Auch wenn Kraftzuwachs wirklich ein sehr toller Nebeneffekt ist. Aber ich habe so oder so nicht vor, täglich Leute umzuboxen ... von daher ist mir die Kraft erst Mal nicht so wichtig.
(Natürlich ist mir die Kraft wichtig, da sie ein Indikator für den Fortschritt des Aufbaus ist! Aber in diesem Zusammenhang. Ansonsten dennoch: Netter Nebeneffekt. Wenn es doch Mal zu irgendeinem Zwischenfall kommt. ;) )

Eine Planung in der Theorie

Ok. Absolute Langeweile. Inzwischen hat sich die Internetverbindung verschlechtert von „Blinken Blinken Blinken – es geht 2 Klicks lang – blinken blinken blinken“ zu „Blinken Blinken Blinken – Klick – Blinken Blinken […]“.
Also jetzt schafft man keine 2-3 Klicks mehr sondern, alle 5 Versuche 1 Klick. Daher schreibe ich diesen Eintrag auch in Word …
Mal eine theoretische Aufstellung aller Daten für eine Velocitydiät:

Erst ein Mal – Voraussetzungen:
28 Tage, in denen …
… nichts Tolles ansteht (Wie Feier, Geburtstag, Festival, Konzert, irgendetwas sehr Wichtiges)
… ich nicht in Pölzig bin (Um mir das Gerede von Vater etc. nicht anzuhören, die mich davon abbringen wollen)
… man Wille & Geduld hat =D
… man nicht zu viel um die Ohren hat (bspw. nur 12 Wochenstunden wie jetzt, oder gleich Ferien)
… man genug Abwechslung und Ablenkung (bspw. WoW x) oder Ähnliches) hat.
(… man einen Leidenspartner hat, mit dem man sich gegenseitig unterstützt)

Nun zur Aufstellung:

Trainingstag:
5x52g Eiweiß, 1 Liter (5x200ml) Milch, 5x 10g Leinsamen, 5x 2g Lachsöl
= 248,7g EW, 50,2g F, 59,9g Kh (1712 kcal)

Trainingsfreier Tag:
Das Gleiche, nur ohne Lachsöl: 1608 kcal

3 TE pro Woche. (Ohne Sport kann man sich die Quälerei auch gleich sparen ...)

Würde also zu Folgendem führen:
Eiweißbedarf pro Woche: 7 x (5 x 52g) = 1820g
Milchbedarf pro Woche: 7 Liter
Leinsamenbedarf: 350g
Lachsöl: 70g Lachsölkapseln

8 Mahlzeiten ersetzen je 2 Shakes innerhalb der 28. Tage (1 kleine Mahlzeit Samstag und Sonntag jeder Woche = feste Nahrung):

Eiweißbedarf GESAMT:  7280g – [8 x (2 x 52)] = 6448g = 6,5 kg EW (Kosten folgen später)
Milchbedarf GESAMT: 28 Liter Milch –[8 x (2x 200ml)] = 24,8l M
Leinsamenbedarf GESAMT: 1400g – [8 x (2x 10g)] = 1240g LS
Lachsöl GESAMT: 280g – [8x (2x 2g)] = 248g


Nun zu den Kosten:

Whey Standard Gold, 43,90 Euro, 2300g EW
Demzufolge sind 3 nötig (und 3 verschiedene Geschmacksrichtungen sind auch nötig …)
Ergo 135 Euro inkl. Versand = 6900g EW (also sogar 500g mehr, als nötig)
Bei den anderen 3 Dingen schätze ich Mal eben, da ich ja im Internet nicht schauen kann …
25 Liter Milch, dürften MAXIMAL 25 Euro kosten. (ZwS: 160 Eu)
Leinsamenbedarf (*kurz zur Leinsamenverp. In der Küche renn*) kostet … 200g so 70 Cent. (Nehmen wir Mal 1 Euro, da ich nicht mehr weiß ob 49, 69 oder 89 cent) … ergo MAXIMAL 7 Euro (ZwS: 167 Eu)
Lachsöl (da muss ich doch Mal online schauen, keine Preisvorstellung) kostet (ok, ich fand einen Maximalpreis von 8 Euro für 220 Kapseln …) MAXIMAL 20 Euro (eher wohl 8 … 9).

Fazit: MAXIMALGESAMTPREIS befindet sich bei 187 Euro.
Ok … ich gebe sonst im Monat wohl eher 300 Euro für Essen aus. =D

Damit ist das Ganze billiger, mindestens gleich teuer, wie eine normale Ernährung.
Am Ende noch 2 Wochen zurück zum normalen Essen ... wie genau, Mal schauen.
Am besten 1-2 Tage 1 Shake weniger, dann 2 Shakes weniger, 3 Shakes weniger und das konstant bis etwa 2 Wochen um sind.
Wenn man von 1 auf den Anderen Tag wieder normal isst, kann das einem sicher 90% des Erfolgs zunichte machen, daher langsam kcal und festen Nahrungsanteil erhöhen, so bleibt das Fett auch unten. =D

Werde dann hier ein Diättagebuch führen.