Mittwoch, 30. Mai 2012

In der Szene aufwachsen und hinauswachsen: Scheinheiligkeit, Pseudofreiheit, Inkonsequenz, Scheinindividualismus

Nehmen wir zu Beginn, der Anschaulichkeit wegen, eine Person. Nennen wir sie Sascha. Somit kann diese Person weiblich, als auch männlich sein. Dies spielt für die Betrachtung eher keine Rolle.

Sascha ist 14 oder 15 Jahre alt und findet, auf welchem Weg auch immer, zu einer Szene / Subkultur innerhalb der sogenannten Schwarzen Szene.

Wie Sascha dort hinfindet kann auf vielfältige Weise geschehen:
Er / Sie kann rein zufällig darauf stoßen, ohne direkt gesucht zu haben, und Gefallen daran finden. (Typ I)
Sascha könnte eine mindestens subjektiv schwierige Zeit in seinem Leben haben und auf der Suche nach Kompensation und Identifikation in eine Szene reinfinden. (Typ II)
Es könnte auch sein, dass es ganz einfach Gruppenzwang der umgebenden Gruppe ist oder der Wille zu einer solchen zu gehören, der ihn / sie zwing sich einzugliedern. (Typ III)
Hybridtypen sind möglich.

Wie dem auch sei: Sascha ist nun bspw. Goth / (Black) Metaller, oder was auch immer.

Nehmen wir passenderweise an, dass Sascha BM für sich entdeckt hat, oder meint entdeckt zu haben.
Anfangs noch ein bisschen Heil Wotan gröhlen und den Pagan Black Metal fröhnen, dann vielleicht depressiv sein, weil Mama das Taschengeld aufgrund der schwarz gefärbten Haare und der bösen Stiefel, gestrichen hat.
Letztendlich hat Sascha lange Haare, vielleicht immer noch schwarz gefärbt, trägt Bandshirts, schwarze oder Flecktarnhosen und Stiefel und vielleich noch passenden Schmuck oder Schminke.

3 bis 4 Jahre lang geht die Chose und mit 18 entdeckt Sascha, der / die nun fertig ist mit der schulischen Ausbildung, aus welchem Grund auch immer, dass Black Metal voll blöde ist.

Black Metal ist blöd, weil man merkt, dass man nun erwachsen ist und so kindische Sachen nicht mehr mitmacht!
Wer könnte in diese Lage kommen?
Typ-I-Sascha sicherlich, ist jedoch unwahrscheinlich da man sich selten mit einer Sache jahrelang aus Eigeninitiative auseinander setzt und sie dann aufgrund einer scheinheiligen Reife abstreift.
Typ-II-Sascha könnte sagen "Ich will die Zeit vergessen und damit auch den Black Metal!", oder zu seiner / ihrer Vergangenheit stehen und weiterhin das Lebensgefühl beibehalten.
Typ-III-Sascha wird höchstwahrscheinlich alles davon abhängig machen, wie das neue Umfeld aussieht, oder inwieweit das alte konstant bleibt, denn Sascha hat sich inzwischen zu einem/einer waschechten Opportunist(i)en gemausert und macht, was ihre Freunde tun.

Die Saschas, die bleiben wie sie sind, sind nun erst einmal irrelevant, da es an ihnen keine großen Veränderungen gibt, mit denen man sich befassen könnte.

Sascha macht eine 180° Drehung und wendet sich gänzlich vom Black Metal ab. Dies kann allen 3 Typen passieren, die Wahrscheinlichkeit steigt jedoch von Typ I bis zu Typ III.

Gründe, die da wären:
1. Sascha ist ehrlich und wirklich davon überzeugt, dass BM nicht mehr zu ihrem / seinem Lebensgefühl passt und kapselt sich langsam davon ab, entdeckt neue Interessen, wird jedoch niemals etwas verleugnen oder gänzlich alles abstreifen.
- Nun. Ich denke, dass dies bei den Allerwenigsten der Fall ist. Ich schätze < 5%.

2. Sascha hatte niemals wirklich Interesse an der Sache selbst und hat daher kein Problem sich an die neuen Gewohnheiten der Alten oder die neue Gruppe anzupassen. Schließlich will man nicht auffallen! Außerdem muss man ja Eindruck schinden, mit Natürlichkeit kommt man nicht weit.

- Nun kommen also die Haare ab: "Der Aufwand mit den Haaren hat mich genervt!"
Wieso hat man sie dann erst wachsen lassen?
Nach Jahren den, absolut nicht großen Aufwand, urplötzlich zu groß zu finden, ist nicht glaubwürdig.
Version I: Wider Willen, dem Gruppenzwang wegen, damals wachsen lassen.
Ist nicht ein mal so häufig, denke ich. Viele wollen in ihrer Pubertät wirklich langes Haar.
Version II: Man ist ein feiger Opportunist. Der sich einem neuen Gruppenzwang unterwirft.
Ist wohl der häufigste Grund. Schließlich ist man jetzt Erwachsen und muss sich anpassen. Ganz zu schweigen von den neuen coolen Freunden, die gar nicht Metal sind.
Version III: Man hat dünnes Haar und sieht ungepflegt aus.
Sehr seltener Grund in solch jungen Jahren, gibt es aber hin und wieder.
Version IV: Der Geschmack hat sich verändert. Man hat wirklich das Interesse am Stil verloren.
Der seltenste Grund. Eine große Veränderung in dem Maße erscheint unlogisch, wenn man vorher mit Herzblut dabei war. 
Version V: Bei meinem Job geht das aber nicht!
Ist eine miserable Ausrede. Wenn man entsprechend auftritt und Können beweist, wird dies bei 99% aller Arbeiten kein Problem darstellen.

- Außerdem wird sich ordentlich gekleidet! Schön bunt und unauffällig. "Ich will nicht, dass mich andere erkennen, oder dass ich auffalle!"
Wieso hat man sich dann erst so gekleidet?
Version I: Wider Willen, dem Gruppenzwang wegen, damals so gekleidet.
Wie beim Haar.
Version II: Man ist ein feiger Opportunist. Der sich einem neuen Gruppenzwang unterwirft.
Wie beim Haar.
Version III: Man will kein voll unindiviueller Massenmetaller sein und auch in Uniform rumrennen!
Also wechselt man die Kleidung von Tausenden, gegen die von Milliarden. Scheint nur logisch. Ist man gleich viel einzigartiger.
Version IV: Der Geschmack hat sich verändert. Man hat wirklich das Interesse am Stil verloren.
Wie beim Haar.
Version V: Bei meinem Job geht das aber nicht!
Wie beim Haar.
Version VI: Man möchte wirklich keinen Kontakt mehr pflegen und nicht erkannt werden / auffallen.
Wenn man so ängstlich ist, dass man als "Metalbrother United \m/", angemacht wird, dann ist dies ganz schön erbärmlich. So unterwirft man sich einer irrelevanten Angst und handelt dafür wider seinem Willen und steht nicht zu seinem Kleidungsgeschmack.

Dies sind dann meist auch noch genau die Personen, die im Alltag gänzlich "normal" und / oder bunt umherlaufen und sich extra für Konzerte etc. umziehen und ein Kostüm anziehen. Noch schlimmer ist es, wenn sie es dann Kostüm nennen und zugeben, dass sie sich verkleiden, anstatt zu tragen, was ihnen gefällt.
Würden sie die Kleidung mögen, dann würden sie sie immer tragen und zu ihrem Geschmack stehen. Wenn sie sie nicht mögen, würden sie dazu stehen und sich nicht für Konzerte umkleiden, um Eindruck zu schinden.
Dieses Hin und Her ist inkonsequent und / oder Aufmerksamkeitshurerei, oder Feigheit.
Kleidung ist mitnichten relevant um Teil der Szene zu sein, Inkonsequenz und Anbiederung hingegen ist ebenfalls abzulehnen.
Doch weiß sich solch ein Mensch nicht zu helfen, als jene anzugreifen, die das geschafft haben, was er selbst nie erreichte oder alternativ den wahren Kern seiner Handlungen trifft und ihn als Nutznieser einer Szene aufzudecken droht.
Natürlich redet man hier von großen Diskrepanzen. Wenn jemand, der Bequemlichkeit oder der Zeit halber, nicht 24/7 Stiefel / Patronengurt / etc. trägt, die er auf Konzerten und beim Ausgehen trägt, ist das nachvollziehbar.
Wenn Jemand wochentags bunt in Standardkleidung umherläuft, dazu freshe Sneakers und Ed Hardy Shirt, dann aber eben o.g. Vollmontur am Wochenende trägt, ist das lächerlich.

Wie immer gibt es natürlich seltene Ausnahmen, mit nachvollziehbaren Gründen und daher konsequentem, ehrlichen Verhalten.

 3. Man hat keine 180° Drehung gemacht, sondern hat sich durchgehend, trotz ehrlichem Interesse am Stil, äußerlich nicht angepasst. Und tut es auch weiterhin nicht ...
Ist wohl eine absolute Ausnahme, dennoch vorhanden.

So werfen einem die, die kein Durchhaltevermögen, nie ein ehrliches Interesse daran hatten oder einfach alles nur als Mittel zum Zweck nutzen (Für FUN FUN FUN PARTEY ATTENTIONWHORING), dann vor, man sein unreif und ignorant, wenn man konsequent und treu bleibt, einer Sache gegenüber mit der man es immer ernst gemeint hat und noch immer ernst meint.

Man fragt, ohne Hintergedanken und mit ehrlichem Interesse:
"Wieso tragt ihr urplötzlich solche Kleidung?"
Und zurück kommt:
"Darf man das nicht als Metaller? Ist das untrue???? Wie alt bist du???!!!!111"
Dabei ist es nur logisch, dass es jeden verwirrt, der ernsthaft den Stil, die Musik und die Hintergründe liebt, es kaum versteht, wieso man sich plötzlich davon abwenden sollte. Denn wenn man es bereits einmal tat (sich entsprechend zu kleiden), so ist die Chance gering, dass man plötzlich keine Lust mehr dazu hat.
Schließlich denkt man unter Gleichgesinnten zu sein, und nicht unter Nutzniesern, Attentionwhores und Trittbrettfahrern.

Wie hungrige Hunde greifen sie Denjenigen an, welcher Konsequenz und Wahrhaftigkeit lebt (jedenfalls weit ehrlicher, als genannte Mitläufer), statt nur so zu tun, und genau dies wird ihm unterstellt, da man selbst nie das Potenzial hatte, das zu sein, was man meinte sein zu müssen.



Kurzum zum Fazit:
Die meisten lassen mit 18-25 alles hinter sich, verkennen ihre Vergangenheit, feinden die an, die konsequent blieben in ihrem Empfinden und ihren Vorlieben, und stellen sich selbst als reife Elite über diejenigen, die es ernst meinen, nur um am Ende in der grauen Masse unterzugehen und ihre Vergangenheit, gespielt, oder wahr, zu vergessen.
So ist es doch bei den allerwenigsten der Fall, dass sich Menschen, die so handeln, wirklich in eine andere Richtung (nicht weiterentwickelt!, es ist kein Zeichen von Reife, seine Interessen zu ändern) entwickelt haben, was den Saschas gleich käme, der / die bei Punkt 1 genannt wird gleichkäme.

So haben wir also 85 % Typ-III-Saschas, 10% Typ-II-Saschas und 5% Typ-I-Saschas.
Der Witz ist: 99% der Typ-III-Saschas leugnen, selbige(r) zu sein. Die Saschas, die sich nie äußerlich angepasst haben und trotzdem ehrliches Interesse hegen, sind meist unauffällig und man kommt nie dahinter, dass sie solche sind. Und Typ-I-Saschas erkennt man meist bis zum Lebensende (in der Jugend sind sie äußerlich jedoch von den anderen beiden Typen nicht zu differenzieren).

Es gibt die, die sich wirklich verändern, oder konsequent und unauffällig sind, doch kaufe ich es dem Gros nicht ab. Es ist einfach viel zu oft, viel zu offensichtlich. Und wenn man die Wahrheit sagt, wird man angegriffen, was nur noch mehr beweist, wie richtig man liegt.

Montag, 14. Mai 2012

Persönliche Worst-Of: Filme

Schlecht, weil unglaublich schlecht:

[Rec.] (Ich hasse diese "Found Footage"-Scheiße bei Horrorfilmen. Nimmt jegliche Authentizität. Dazu ist der Film gnadenlos langweilig.)
Paranormal Activity (Wie Rec. ohne Budget und mit noch weniger Ideen.)
Simpsons - Der Film (Wie eine längere neue Folge, nur in schlecht. Wobei das kaum möglich ist bei Simpsonsfolgen ab etwa Staffel 16. Der beschissenste und hirnloseste "Gag" jemals - Spiderschwein. Genau wie die Serie inzwischen, null witzig.)
Scary Movie 2, 3, Date Movie, Fantastic Movie, etc.  (Eindeutig die schlechtesten Filme, die es jemals gab. Man müsste ein neues Wort erfinden um diesen "Humor" zu bewerten.)
Uhrwerk Orange (OMG! Der behindertste Müll. Kubrick ist genau solch ein pseudointellenter (!) Regisseur wie der spastische Lars von Trier.)
Antichrist, Melancholia (Pseudotiefgründige und pseudoschockierende Schwuppenkacke.)
Blairwitch Project (Siehe Rec und PA.)
Dirty Dancing (Ja ... braucht man nichts dazu sagen.)

Schlecht, weil recht schlecht und unglaublich überbewertet und nervig:

Scott Pilgrim (Null Sinn und Logik, total behinderte Scheiße. Dann lieber Kick-Ass, wenn's um Nerdfilme gehen soll.)
Star Wars 4 - 6 (Ja, ich finde die alten Filme irgendwie beschissen (ganz besonders Teil 5). Sind für mich derbe langweilig, versprühen null Charme und ich kann keinen einzigen Charakter ausstehen. Um das Universum besser kennen zu lernen, reicht's aber.)
Scary Movie (Nunja. Auch so nicht gerade witzig, oder gut, aber im Gegensatz zu allen folgenden Schöpfungen ein Meisterwerk.)
Pixar-Scheiße (Eigentlich alle Filme derber Dreck, mit wenigen Ausnahmen.)
Pulp Fiction (Wobei ich ihn auch oben hinpacken würde, da ich einfach absolut Alles an diesem Film schlecht finde. Uninteressant, behindert, langweilig.)



Und - bekannte / populäre Filme, die ich niemals vorhabe zu sehen, da mich vorhandene Informationen und/oder Trailer, mehr als abstossen.

Der Pate 1 - 3
Oceans 11, 12, 13
Indiana Jones
Scarface
Boondock Saints
Big Lebowsky
Fear & Loathing in Las Vegas
Die meisten Komödien, Actionfilme, Romanzen, Krimis, Western und Kombinationen dererlei.


... wird bei Bedarf erweitert.

Samstag, 12. Mai 2012

Idiotenbingo - diesmal: Evolution

Ohne zu bestreiten, dass es gute Gründe gibt, die die Evolutionstheorie fraglich da stehen lassen, geht es hier um die Sachen, die von den Meisten als Argument gegen sie genutzt werden, die jedoch totaler Bullshit sind.

Nicht unlogischerweise kommen ebendiese "Argumente" auch sehr selten von Anti-Evolutionisten, die tiefere Kenntnis vom Thema haben.

#1: "Aber es ist nur eine Theory!1111 Sagt ja schon der Name!1"
Antwort: Nur leider ist das Wort Theorie im wissenschaftlichen Sinne eher das genaue Gegenteil von dem, wie es landläufig und umgangssprachlich genutzt wird: Nämlich keine unbewiesene fixe Idee.
Das Wort Theorie in der wissenschaftlichen Theorie zeigt keinen wissenschaftlichen Zweifel an der Richtigkeit selbiger an, da Worte wie Hypothese und Theorie mehrere Bedeutungen haben.
Auch im Oxford English Dictionary nachzulesen, in dem es an 2. Stelle heißt, dass eine Theorie im wissenschaftlichen Sinne ein bewiesenes Konstrukt ist.
While theory in colloquial usage may denote a hunch or conjecture, a scientific theory is a set of principles that explains observable phenomena in natural terms.
Scientific fact and theory are not categorically separable", and evolution is a theory in the same sense as germ theory or the theory of gravitation.
(Evolutionary Science and Society: Educating a New Generation (TOC) . Revised Proceedings of the BSCS, AIBS Symposium)

#2: Aber meine Oma war kein Affe!!111 Und ich bin auch keiner!!111
Antwort: Niemand. Verdammt noch mal N I E M A N D hat je behauptet, dass ich, du, er, sie, es oder Irgendjemand ein verdammter Affe war, ist oder sein wird! (Jedenfalls in dem Sinne, wie es diese Personen meinen. Dass wir zum Taxon der Trockennasenaffen gezählt werden ist dabei nicht relevant.)
Das resultiert aus unglaublichem Halbwissen.
Am Ende der Haarnadelkurve befinden sich 2 Spezies: a und b. a wurde zu Homo Sapiens. b wurde zum Schimpanse (bspw.). Ende. Fertig, aus.
(Einige) Affen(arten) und der Mensch haben gemeinsame Vorfahren, mehr aber auch nicht.
Wir hatten keine Affen (*im heutigen Sinne) als Vorfahren. Und das behauptet auch niemand. Punkt.

#3: "Aber Gott!111"
Antwort: Evolution und Glaube schliessen sich nicht aus. Viele Naturwissenschaftler sind gläubig. Sogar der Papst erkennt die Evolution an! Und warum? Weil die Evolution nur das Wie, aber nicht das Warum zu beschreiben versucht. Die Evolution und die wörtliche Deutung der Bibel schliessen sich aus, Ja, aber Glaube und Evolution nicht.

#4: "Aber dann werden wir ja voll Supermegawesen irgendwann! Und warum werden denn so Viechers dann voll zu ner schlechteren Version? Ist doch Evolution!1"
Antwort: Der Irrglaube Evolution bedeute Verbesserung ist hirnrissig. Evolution bedeutet Anpassung und Mutation. Ende. So kann ein Teilschritt der Evolution durchaus unter gegebenen Umständen dazuführen, dass eine Spezies sich ins "Negative" entwickelt, oder spontane Mutationen skurille Dinge kreiiren. Normalerweise ist die Notwendigkeit nötig, damit es zur Selektion und Anpassung kommt, aber spontante Mutationen sind die Ausnahme. Populationen können sogar an der Evolution zugrunde gehen, durch bspw. zu viel Weitergabe von defekten Erbgut.

Noch ein paar Falschannahmen zum Schluss:
  • Dinosaurier und Menschen haben nicht zur selben Zeit gelebt. (Muss Erwähnung finden, da 59% der Amerikaner genau das glauben.)
  • Nach dem 2 Gesetz der Thermodynamik ist es nicht möglich, wahllos komplexer zu werden, als Organismus. Gilt jedoch nur in geschlossenen Systemen, wozu der Planet Erde nicht gehört.
  • Die Evolution "plant" gar nichts. Sie hat auch nichts vor, oder will irgendetwas oder wird einen Organismus zu einem Superorganismus werden lassen. Evolution ist nur die Summe ihrer Teile, die zufällige Ereignisse, durch actio und reactio vorangetrieben, sind.
  • Dinosaurier sind nicht ausgestorben, weil sie unanpassungsfähig waren. Im Gegenteil: globale Katastrophen waren Schritt 1, Schritt 2 spricht für die Evolution: Dinosaurier leben noch - nämlich die, die sich an die neuen Umweltbedingungen angepasst haben und zu den heutigen Vögeln wurden. Krokodile etc. sind und waren nie Dinosaurier, sondern einfach Reptilienarten, die sich wenig verändert haben seit der Urzeit.
  • Säugetiere entwickelten sich nicht aus Reptilien heraus.

Schön anschauliches Bild, dass verdeutlicht, dass keine ganzen Spezies auf magische Weise zu anderen Spezies werden, oder gar verschwinden, sondern, dass einzelne Exemplare sich abspalten, aufgrund Veränderung und quasi eine neue Spezies "gründen". Die alte Spezies kann dabei bestehen bleiben, tut sie sogar oftmals, wenn kein direkter Kampf um Lebensraum entsteht. Vorfahre X -> Abspaltung 1 bspw. Schimpansen, Abspaltung 2 Homo Sapiens. 


Dienstag, 17. April 2012

Advocatus Diaboli - oder - Wahrheit vor Zieldienlichkeit?

Der lateinische Ausdruck Advocatus Diaboli (Betonung auf dem a von Diaboli), zu deutsch‚ Anwalt des Teufels‘, bezeichnete in der römisch-katholische Kirche die Person, die im Verfahren der Selig- bzw. Heiligsprechung Argumente gegen die besprochene Persönlichkeit zu sammeln und vorzutragen hatte (seit 1983: Promotor Justitiae ‚Förderer der Gerechtigkeit‘).
Heutzutage:
Im weiteren Sinn wird im Bereich der Rhetorik jemand als advocatus diaboli bezeichnet, der mit seinen Argumenten die Position der Gegenseite vertritt, ohne ihr selbst anzugehören. Umgangssprachlich wird damit auch eine Person bezeichnet, die alles hinterfragt und grundsätzlich die Gegenposition einnimmt.

Der Advocatus Diaboli ist meiner Meinung nach die höchste Form des Hinterfragens: Erst wenn man die Dinge, die man selbst für wahr und richtig hält, zu allererst selbst hinterfragt und sich mit den Gründen der Gegenposition auseinandersetzt kann man sich wirklich ein Bild machen.

Ich selbst habe den Drang, Leute, die meine Meinung vertreten, zu berichtigen, wenn sie falsche Gründe dafür haben.
Im Endeffekt strebe ich doch an, dass ich aus den richtigen und wahren Gründen mich für eine Seite entscheide. "Wahr" ist hier natürlich im pragmatischen Sinne gemeint.
Denn wenn Dinge vom Wesen her einfach so sind wie sie sind, und Person #1 hält genau diese für gut und richtig, und Person #2 für falsch und vernichtenswert, so sind doch beide Gründe wahr.
Weil sie sich auf den wirklichen Sachverhalt beziehen.

Ich achte einen Menschen, so sehr ich seine Ansicht auch verachte, jedoch sofort umso mehr, wenn er sie vernünftig erläutern kann und trotz großem Wissen darüber die - für mich - falsche Position wählt.
Und ich argumentiere gegen einen, der meine Ansicht vertritt, umso mehr, wenn er doch hanebüchene und dumme Gründe für Diese hat.

Wenn ich von einer Sache denke "Das ist etwas Gutes!", dann prüfe ich mich immer selbst und schaue, ob sie doch nicht so gut ist, doch viel wichtiger ist es bei Dingen, wo man sofort das Gefühl hat, es sei absolut verachtenswerter Schmarrn, dies zu tun und sich damit auseinanderzusetzen, bevor man die Meinung zu seiner eigenen macht.
Kenne den Feind, besser noch als deinen Freund, denn nur was man kennt, darf man auch begründet ablehnen.

Ein gutes Beispiel ist der dümmste Grund gegen Religion zu sein: "Wenn es Gott gäbe, würde er nicht Krieg etc. pp. zulassen!"
So ein Hirnfick. Laut dem Christentum hat er Menschen den freien Willen gegeben. Sie sind selbst dafür verantwortlich.
Das sind so Argumente, die schon sinnlos sind, wenn man sich nur minimal oberflächlich mit dem Christentum beschäftigt hat.

In solchen Momenten steht dann die Frage, sollte man Leute, die für die eigene Sache kämpfen/sind unterstützen, auch wenn sie noch so falsche Gründe dafür haben?
Da geht es dann um Zieldienlichkeit.
Realistisch gesehen ist es nicht möglich und schon gar nicht gewollt, dass alle in einer Gruppierung das gleiche Wissen haben. Es ist einfach simpler, wenn Abertausende das selbe Ziel verfolgen, ohne einen sinnvollen Grund dafür zu haben. Der Anführer braucht die dumpfe, geistlose Herde eben.

Würde man ein Ziel mit einem gelebten AD verfolgen, dann wäre es meiner Meinung nach eher der erstrebenswertere Weg sein, dass alle Leute die die Sache, für die man eintritt, verfolgen, aufklärt und bildet, da eben solche ungebildeten Leute den Ruf der Sache schädigen.

Aber ich für mich selbst sehe da keine Zieldienlichkeit. Da es kein Ziel gibt. Ich spiele den AD aus Gewohnheit heraus, vielleicht weil ich gern "klugscheiße" oder weil es einfach meine Art ist - und das eigentlich bei allen Themen, bei denen ich bewandert bin, schon fast automatisch.

Aber grundsätzlich ist der geistige Vorgang der einen AD bildet, doch elementar um ein Weltbild zu bekommen, dass frei und abgewägt ist.
Würde ich noch daran glauben, dass dies mit der gesamten Menschheit möglich ist, dann wäre dies der Weg sie aufzuklären und zu bilden, denn egal, was Diese dann denken, es ist das Wahre und Begründete, und da verweise ich auf Voltaire.

Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. 
- sofern es der pragmatischen Wahrheit entspricht, die Logik nicht niederstreckt und du es gut begründen kannst.

Man könnte vielleicht noch den Aspekt Vernunft hinzufügen, jedoch denke ich, dass Menschen ihrer Art nach nicht vernünftig genug sind und sein können, als das man das hinzufügen sollte.
Denn die potentielle Vernunft würde dann das Obige negieren, so dass Jemand, der sich an die Wahrheit hält, und daraus logisch eigene und begründete Schlüsse zieht einfach mit "Ich finde das aber nicht vernünftig!" ausgestochen werden könnte, womit die in dem Punkt erworbene Meinungsfreiheit wieder nichtig wäre.

Logik und pragmatische, d.h. empirische, Wahrheit jedoch sind wertfrei und objektiv in ihrer Art, so können auch 2 Dinge, die sich nicht vereinbaren lassen, beide logisch und wahr sein, ob moralisch richtig und vernünftig ist und bleibt jedoch subjektiv und Sache des Betrachters.

Samstag, 21. Januar 2012

Was könnte man so essen?

Wenn man mein Energieumsatz für einen Tag, an dem ich nur rumliege und 9 Stunden schlafe (2136 Kcal) nimmt und dann durchrechnet, wenn ich nur 1 Nahrungsmittel pro Tag zu mir nehmen dürfte, wieviel ich wovon essen müsste, um ,zumindest rein rechnerisch, auf meinen Bedarf zu kommen, hätte man folgendes:

821.000 ml Cola Zero
 17.800 g Champignons
 15.300 g Salatgurke
   4.500 g Apfel
   3.250 g Magerquark
   1.930 g Harzer
   1.050 g Whopper
      830 g Mozarella
      750 g Pommes Frites
      305 g Macadamianüsse
      230 g Schweineschmalz



Interessant.
821 Liter Cola trinken wär schon mal was! 305 g Macadamianüsse wären schnell gegessen, 3 Whopper sind auch irgendwie geil als Anschauungsbeispiel dafür, wieviel sowas eigentlich wirklich ist. 4,5 Kg Äpfel wären 24 große Äpfel. Hm. Wäre machbar.

Samstag, 14. Januar 2012

Musikanalyse

Während ich gerade eine Dokumentation über Raubtiere auf N-TV schaue werde ich mal die Musik, die ich zur Zeit mag listen. Dazu zählt alles, was ich aktiv höre, sowie auch, was ich zur Zeit zwar nicht höre, aber wovon ich prinzipiell die Musik noch gut finde.

Weiterhin kann ich so in einiger Zeit (oder Jahren) noch ein mal nachschauen, wie sich mein Musikgeschmack so entwickelt hat. "!" bedeuten, dass ich diese Interpreten zum Zeitpunkt des Beitrages sehr gerne gehört habe.


Kategorie I

Deutschland (12)
Aaskereia
Absurd
Arathorn
Camulos
Desaster
Fornost
Har Shatan
Irrlycht
Katharsis
Nargaroth
Odal
Old

Schweden (7)
Arckanum
Avsky
IXXI
Pest
Sorhin
War
Watain

Polen (5)
Blaze of Perdition (!)
Iperyt (!)
Kriegsmaschine (!)
Mgla
Oremus (!)

Frankreich (3)
Ad Hominem (ursprünglich)
Blacklodge
Peste Noire

Italien (2)
Ad Hominem (inzwischen)
L'Ordre du Temple

Niederlande (2)
Countess
Urfaust

Norwegen (7)
Darkthrone
Gorgoroth
Ragnarok
Satyricon
Taake
Urgehal

Australien (2)
Deströyer 666
Gospel of the Horns

Finnland (2)
Behexen
Goatmoon

Litauen
Fuck off and Die!

USA
Judas Iscariot

Österreich
Summoning

Spanien
Teitanblood

Kategorie II
Agonoize, Dioxyde, FGFC820, Nachtmahr, Tumor

Kategorie III
Hekate, Klammheim, Puissance, Rome, Sturmpercht, Triarii, TriORE, Von Thronstahl, Werkraum

Kategorie IV
Amy MacDonald, Cascada, Basshunter, Fred Röttcher, Groove Coverage, Jan Hegenberg, Lykke Li

Kategorie V (J-Pop, J-Rock, Anime OST,  (jap. Videospiel) Kompositionen)
Einiges (Zimmer, Shore, Hisaishi, GirDeMo, Uematsu, Tommy Heavenly6, ...)

Kategorie VI
Fiddler's Green, Haemorrhage, Hanzel & Gretyl, Japanische Kampfhörspiele, Kvelertak, Manowar, Maximum the Hormone, Necros Christos, Queen

... but cool - Kategorie (Bands, die ich bisher mag, aber von denen ich (noch) nicht genug Lieder kenne, um sie oben auflisten zu können)
Antediluvian, Aura Noir, Craft, Dark Fortress, Fields of Nephilim, Frangar, Funeral Mist, Gospel of the Horns, Krypt, Kampfar, Nehema, Turmion Kätilöt

Nostalgiekategorie (Musik, die ich musikalisch inzwsichen nicht schlecht finde, mir aber schon lange Zeit nichts mehr "gibt" und/oder deren Attitude/Inhalt ich nicht abkann )
Ahnenstahl, Amon Amarth, Böhse Onkelz, Dimmu Borgir (Old), Eluveitie, Ensiferum, Equilibrium, Finntroll, Forest of Fog, In Extremo, Korpiklaani, Kroda, Naglfar, Rammstein,

Nie gemocht - Kategorie (Bands die mir im Bekanntenkreis immer und immer wieder begegnen, denen ich aber nie etwas abgewinnen konnte, um nicht zu sagen, die ich richtig schlecht finde)
Angantyr, Alcest, Amesoeurs, Archgoat, Black Witchery, Burzum, Blut aus Nord, Darkspace, Deathspell Omega, Dornenreich, Emperor, Empyrium, Endstille, Farsot, Graveland, Jex Toth, Katatonia, Keep of Kalessin, Licht erlischt, Lifelover, Limbonic Art, Loits, Lunar Aurora, Mayhem, Marduk, Morrigan, Nagelfar, Negator, Nocte Obducta, Nokturnal Mortum, Nyktalgia, Paria, Paysage D'Hiver, Satanic Warmaser, Shining, Sombre Chemin, Secrets of the Moon, Solstafir, Sun O))), The Devil's Blood, The Ruins of Beverast, Ulver, Wolves in the Throneroom, Xasthur, Zarathustra

Und zuletzt:
Was kategorisch meist gar nicht geht:
Doom Metal, Death Metal, Thrash Metal, "War Black Metal", Stoner ~, Progressive ~, Experimental ~, "Black Music" & Rap.

Mittwoch, 11. Januar 2012

Idiotenbingo - Heute: Black Metal

"BMler fühlen sich voll individuell / machen andere an, dass sie nicht individuell sind / stehen voll für Individualität, dabei sind sie alle fohl uniformiert und so!"
BM stand nie für Individualität. Maximal für Freiheit (und zu Beginn für Abgrenzung). Individualität ist irrelevant für beides (BM und Freiheit).
Wenn mal Jemand aus der BM-Szene Andere anmacht, dann weil diese nicht individuell sind, aber so tun, als sein sie es und nicht, weil er sich selbst für individuell hält.


"Das ist alles voll nur Schein, wenn die fohl gemein sind!"
Kommt drauf an. Bei Vielen vielleicht, aber meist sind die Argumentierenden nur solche Hippiegutmenschen, dass für sie ein normaler oder pessimistisch-zynischer Charakter gleich als "gestellt" erscheint, obwohl diese Person wirklich so ist.
Und das Argument "daheim ist er dann voll nett!111" zieht nicht, da Niemand immer und überall das gleiche Auftreten hat und das hat nicht (zwangsläufig) etwas damit zu tun, dass er sich anderen Ortes verstellt, sondern dass man sich einfach gemeinhin an die Umgebung anpasst. Wieso sollte man auch Leute die man achtet, genauso gegenübertreten wie bspw. Fremden?

"Die sind voll die Kinder, wenn die auch mal Erwachsen werden, dann merken die dass Blackmetöl nur MusicCcc ist!1"
Es ist kein Zeichen der Reife, dass man Dinge nicht ernst nimmt. Eher das Gegenteil ist der Fall.
Im Black Metal spielte schon im Grundgedanken die Musik an sich eine untergeordnete Rolle. Venom sind scheiß egal, der wirkliche Anfang des Black Metal begann mit dem Abgrenzungsgedanken und dem Wille nicht zur kommerziellen Hipster - Death Metal - Szene zu gehören und nicht weil man "voll tiefsinnige Musik" machen wollte.
Um es mal zu überspitzen ist die Musik im Black Metal etwa viertrangig, da Black Metal viel weniger musikalisch, als ideologisch definiert wird. So sind viele Bands ideologisch Black Metal, die es musikalisch nicht sind und umgekehrt.
Absolut allgemeingültige Regeln für die Einordnung will ich nicht aufstellen, doch gibt es viele Beispiele, bei denen sich das Gros einig ist, die eindeutig dazu oder nicht dazu gezählt werden können.

Ader die im Death Metal nehmen sich nicht ernst!!! Die dürfen über Schlachtungen, Mordungen und Gewaltakten singen und mit Blut auf der Bühne stehen!111

Ist für mich genau DAS Argument, warum DM abzulehnen ist (abgesehen davon, dass es musikalisch der letzte Dreck ist). Wer sich selbst nicht ernst nimmt, wird auch nicht von mir ernst genommen.
Lächerliche Bigotterie ohne Inhalt. Einen auf hart etc. machen und dabei der dauerbesoffene Brüllaffe sein, der Angst vor Kühen hat.
Dazu siehe oben, es ist nun einmal so, dass (authentische) BMler die Emotionen des BM wirklich empfinden und nicht nur so tun.
Aber Leute in ihrer versoffenen Friede-Freude-Eierkuchen-Welt können das natürlich nicht nachvollziehen und empfinden es als "gespielt".

"Wenn man so ein großer Misanthrop ist, wieso hockt man dann vorm PC in Ciommunitöisolsj!ß!?1ßßß1ß"

Misanthropie bedeutet Menschenhass, Menschenscheu, Abscheu, Ekel. Nun ist der Mensch jedoch ein Herdentier und nur in der Gruppe fähig zu wirken. Ergo wählt man einen Weg, der den niedrigsten Menschenkontakt hat: Das Internet.
Ganz abgesehen davon ist es infantil Misanthropie als absolutistisch zu deuten, denn das ist sie (zumindest hierin) nicht.
Aber ja, bei den meisten "nach BM aussehenden" Menschen zweifelt man, dass sie solches empfinden,w enn sie mit 20 coolen FriendZZzzz 10 mal die Woche besoffen crazy abgehen auf Partys, Konzerten und Festivals.
Abgesehen davon ist Misanthropie nichts Wünschenswertes, wie in einem anderen Eintrag bereits erklärt.

"Die stehen immer nur rum und dürfen sich nich bewegen bei Konzerten! Sind voll die Spaßbremsen!11"

Genau darum geht es doch: Das was solche Leute als Spaß verstehen, ist für einen bestenfalls peinlich und weit entfernt von Spaß. Wenn man selbst so geistlose Scheiße mag, dann kann man das natürlich nicht nachvollziehen. Aber nein: Man will sich nicht bewegen, als hätte man einen epileptischen Anfall, man ist schon in der Lage dazu.

"Voll alle rechts!11 Alle Misanthropen, wie die Nahtsieös eben!"

Die CDU ist rechts ... huppala, ist ja unsere Landesregierung. :O
Nur weil der Zeitgeist zur Zeit egalitär und links eingestellt ist, ist nicht rechts  = rechtsextrem = rechtsradikal = NS = Faschist = Rassist.
Selbst Wikipedia, dass gemeinhin kein Hort für Objektivität ist, weiß dass rechts vor allem oberflächlich als konservativ, liberal, aristokratisch, national und links egalitär, sozialistisch, progressiv, international bestimmt wird.
Faschismus ist für sich alleinstehend. NS ist nicht mal wirklich rechts, da viel zu sozialistisch (nur hatte NS in Deutschland wenig mit dem theoretischen NS zu tun). Rassismus hat keine natürliche Verbindung zu irgendeinem politischen Spektrum. Extremismus und Radikalismus sind zwei verschiedene Dinge.
NS und BM widersprechen sich ideologisch enorm.
NS ist lebensbejahend, für seine Ziele nach oben strebend und macht innerhalb der Spezies Homo Sapiens Unterschiede und Überlegenheiten geltend.
BM ist lebensverneinend, destruktiv und vor der Misanthropie sind alle Menschen gleich lebensunwert, da ein Mensch ein Mensch ist und immer fehlerhaft.

Damals gabs das Zeug mit elitär gar nich! und so voll Satan, hattena lle keine Ahnung davon!1

Mag stimmen, ist irrelevant. Irgendwie fängt man nun mal an und ja, die Theoriekenntnisse zu dem, worüber sie damals sangen, waren eher gering, doch die Szene entwickelte sich noch. Elitarismus gab es vereinzelt, jedoch war er nicht obligatorisch.

True/Untrue - Trve/Untrve, Lachen, Grimmig sein ...

Der nächste der diese Worte einzeln oder im Zusammenhang nutzt, dem scheiß ich auf den Kopf! Ich schwöre es!
Das Wort wurde nie ernsthaft genutzt. Es ist ein Wort, wie "Heide", dass nie von den Heiden selbst genutzt wurde, sondern nur von Aussenstehenden, die diese Heiden voll barbarisch und ungläubig fanden.
Ebenso verhält es sich mit obiger Scheiße. Niemand, absolut N I E M A N D (der BM verstanden hat) will es sein, werden oder irgendwas Derartiges.
Das sind doch nur Worte von 15 Jährigen Slipknotpartyspasten, die nicht fassen konnten, dass es Menschen mit Idealen gibt, die ihr Leben nicht FUN FUN FUN und Alkohol widmen und dann musste man sich irgendwie über diese echauffieren.
"Hey, die sind gar nich so crazy ParteyPPLZ wie wir! Die müssen sich verstellen! Halten sich wohl für ... hier... nennen wir's truuuh! Und weil wir ganz besonders witzig sind, schreiben wirs mit v um unsere eigene Kreation zu parodieren!"
Man ist wie man ist und fertig. Manche Menschen sind eben eher pessimistisch, still, nachdenklich, in sich gekehrt und keine Stimmungsbomben die über jede Scheiße lachen. Wenn man eben solch einen Charakter hat, dann hat das seine Gründe und hat rein gar nichts mit BM zu tun.


"Alles voll die Klischees! Wird voll klischeehaft im Szenenkern!"

Weil Klischees eben gelebte Attitude sind und nicht immer Etwas, das man nachmacht. Und mal abgesehen davon: Was ist denn bitteschön schlimm an Klischees? Dass man nicht individuell und so ist? Will auch Niemand sein ...

Voll der Kult mit die Idole und so ey! Dabei sind das privat alles voll die Leute, die die hassen würden!"

Ok. Der war mir neu. Irgendwie empfinde ich BM als viel idolfreier, als jedes Metalgenre ... die Idee BM ist doch viel vordergründiger, als einzelne Personen. Die die Rockstars sind haben meist auch nichts mit BM zu tun.
Hm ... nunja, ich kenne so ziemlich keine Namen von irgendwelchen Bandmitgliedern, oder weiß wie sie aussehen.
Hintergründe der Musik sind wichtig. Namen und Gesichter sind Schall und Rauch.
Aber letztendlich kann doch Etwas zu mehr werden, als nur zur Summe seiner Teile: Ja, viele Bandmitglieder von Bands sind privat stumpsinnige Idioten, aber wie gesagt: irrelevant. Etwas kann für einen mehr sein, als es ursprünglich war. Die Idee lebt auch ohne, dass alle Musiker perfekt sind.

"BM steht still und entwickelt sich nicht mehr!!1"

Na und. BM ist ja BM, weil es BM ist. Würde es sich zu was Anderem entwickeln, wäre es kein BM mehr.
(Natürlich gehen kleine Veränderungen, aber den Kern zu verändern macht aus BM etwas Anderes. Ich sage ja auch nicht "Die Oper ist am Ende! Die sollten rappen, statt zu singen!")

"Voll Schubladenkdenken, Metöl ist Metall \m/"

Der meiste Metal hat eher eine hedonistische Säuferattitude und hat musikalisch, wie ideologisch, keine Gemeinsamkeiten mit BM.
Und so funktioniert nun mal die Welt: Gäbe es keine Kategorien, dann wäre das Hirn überfordert.