Sonntag, 10. Juni 2012

Politik ist blöde - Rechts, Links, Mitte, Radikal, usw.

Rechts, Links, Mitte, Radikal, extremistisch, konservativ, sozial, sozialistisch, national, patriotisch.

So viele verwirrende Worte und das ist nur die Spitze des Eisberges: Und dann werden auch noch dutzende Wörter synonym benutzt, die gar nicht zueinander passend und noch viel schlimmer - der Begriff ist immer im Wandel, was die Sache noch komplizierter macht.

Fangen wir beim Ursprung an: Sitzordnungen.
Die konservativen und reaktionären Kräfte saßen meist auf der rechten Seite im Parlament während der Julimonarchie in Frankreich.
Die oppositionellen, sozialistischen Kräfte saßen zur Linken.
In der Mitte traf sich dann beides.

Damit zu beginnen ist allerdings reichlich unsinnig, da die Bedeutung sich inzwischen stark gewandelt hat, und die meisten Attribute nicht mehr zwingend zu "Links", "Rechts" oder "Mitte" gehören.

Es gibt reaktionäre, aber auch revolutionäre, Rechte. Es gibt sozialistische, aber auch liberale, Linke. Und so ist es doch beinahe unmöglich eine wirkliche Zuordnung der Attribute zu Politbezeichnung, die aus der Sitzordnung hervorging, zu treffen.

Von daher gehe ich auf die Attribute selbst ein und erwähne ein wenig nebenbei, wer sich heute eher wo sieht und wo gesehen wird.

Dabei darf nicht vergessen werden: Es gibt keine ganzheitliche Definition, nur Tendenzen, und prinzipiell kann Jeder Alles sein, ohne sich selbst zu widersprechen.

Die Sitzordnung hätten wir damit geklärt und für völlig irrelevant erklärt.

Attribute haben jedoch weiterhin einen beschreibenden Zweck.


Reaktionär ist, wer bestimmte alte Verhältnisse wieder herstellen will, also wider die Moderne ist.
Wird heute meist im Zusammenhang mit der politischen Rechten verwendet und bezeichnet eine Haltung die, die gegen die Fortführung der gesellschaftlichen Veränderungen ist, die durch die französische Revolution geschahen.

Revolutionär ist, wie man sich denken kann, der, wer die bestehenden Verhältnisse umwerfen will, eine Neuerung herbeiführen und ein neues System einführen.
Wie das Ergebnis des Umwurfs aussieht ist dabei irrelevant, somit gibt es Revolutionäre in allen Spektren. Der Unterschied zum Reaktionär ist, dass man sich nicht auf bereits einmal existierende Systeme beruft, sondern etwas gänzlich Neues schaffen will.

Konservativismus ist eine politische Ordnungslehre, wird heute einfach oft synonym für "altbacken sein", genutzt. Dies ist allerdings dem Fakt geschuldet, dass der Konservativismus in den letzten Generationen vorherrschte und einfach nur für die Erhaltung des Bekannten besteht. Eine kontinuierliche Fortführung von unantastbaren Grundsätzen ist hierbei das Zentrum der Idee.
Im Sinne von "never change a running system."
So werden bestimmte Werte und Ansichten geehrt und große Veränderungen daran abgelehnt.
Konservativismus kommt im Regelfall zusammen mit antiegalitären, naturrechtlichen Ansichten vor.

Extremismus bezeichnet den Teil der politischen Ideologie, der am weitesten entfernt ist vom derzeit herrschenden System und die größten Widersprüche mit ihm aufweist und im Regelfall auch für die Abschaffung dessen einsteht.
Extremismus ist daher abhängig vom Zeitgeist und von den vorherrschenden Zuständen.

Radikalismus ist ähnlich, aber nicht gleich, dem Extremismus: Radikal ist die Ideologie, die eine Neuordnung und einen Umsturz des politischen Systems fordert.
Nur logisch: Man muss nicht extremistisch sein, um radikal zu sein. Allerdings ist Extremismus, meist auch radikal. Auch wenn man viele Gemeinsamkeiten zum System bestehen, kann man dennoch einen Umsturz befürworten.

Sozial ist im Grunde jeder, der nicht alleine im Wald lebt. Sozial bezeichnet einfach ein wechselseitiges, fürsorgliches Miteinander, dass das Leben bestmöglich zu allen Seiten gestaltet und "zur Gruppe gerichtet" ist.
Sozialistisch jedoch pocht auf Solidarität, Gleichheit und Gerechtigkeit, jedoch unter der Prämisse, dass das Volk als Ganzes über dem Individuum steht. Dabei kann der Sozialismus in dutzenden Formen, autoritär, antiautoritär, national (oho! Nazis!), usw. auftreten.

National bedeutet im Grunde, dass man seine Nation gegenüber anderen bevorzugt in allen Belangen.
Patriotisch bedeutet, dass man zu seiner Nation offen steht, sie doch nicht über andere Nationen stellt.

Liberalismus ist die dritte große politische Strömung (alle unterstrichen) und somit eher komplexes Ideensystem, denn politisches Attribut.
Liberal bedeutet, wie der Name schon sagt, freiheitlich und ist vornehmlich auf das Individuum gerichtet und nicht auf die Gruppe.
Entstanden ist er in der englischen Revolution im 17. Jahrhundert, auch wenn seine Nähe zur Aufklärung und der französischen Revolution nicht zu verneinen ist.
Im Zentrum des Liberalismus steht der Schutz und die Freiheit des Einzelnen. Im Gegensatz zum egalitären Sozialismus und zum antiegalitären Konservatismus, gibt es innerhalb des Liberalismus beide Ansichten, im Normalfall widersprechen sich jedoch vor allem Liberalismus und Sozialismus.

Egalitär meint die Gleichheit aller Menschen. Dies wird verwandt von der Anerkennung der Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung (Alle haben die gleichen Rechte und Chancen verdient. Hier wird die Anerkennung von menschlicher Diversität, bei gleicher und fairer Behandlung, angestrebt.) aller Menschen, bis hin zur Gleichmachung (Alle haben den gleichen Besitz und die exakt gleichen Rechte und Pflichten, unabhängig davon, ob sie es wünschen oder dazu geeignet sind. Hier wird die Auflösung von Unterschieden angestrebt.) der Menschen.
Antiegalitär bedeutet im Gegenzug, dass man nicht allen Menschen die gleichen Rechte zugesteht und sie nicht als gleich und/oder gleichwertig ansieht (merke: gleich =|= gleichwertig).

Pluralismus bzw. pluralistisch bezeichnet die Ansicht, dass Macht nicht auf Punkten konzentriert, sondern gleichmäßig in der Gesellschaft verteilt sein sollt, bspw. wie es in einer direkten Demokratie der Fall wäre.

Demokratisch ist jede Form die eine Einbindung des Volkes als politische Entscheidungsinstanz wünscht von der parlamentarischen (wie in der BRD) bis zur direkten (wie Nirgendwo).

Absolutismus beschreibt den Zustand, meist in Monarchien, dass ein einzelner Herrscher alle politischen Vollmachten in sich vereint.

Feudalismus fanden wir vor allem im Mittelalter vor und bezeichnet einen Bauernstaat, in dem die Bauern und auch Leibeigene dem Herrscher und/oder Grundherren hörig sind, für ihn produzieren und Abgaben leisten, und im Gegenzug Land und Mittel gestellt bekommen.

Anarchismus ist eine Ideenlehre, die die Auflösung von staatlicher Organisiertheit anstrebt und hierarchische Gedanken ablehnt.

Hierarchisch meint, dass eine Rangordnung im System, vorhanden ist und als notwendig erachtet wird und somit antiegalitär.

Kapitalismus ist ein wirtschaftliches, aber auch gesellschaftliches System, das Privateigentum in Verbindung mit Steuerung des Marktes, durch Konsum und Produktion, unter einer nach Gewinn und Expansion strebenden Güterwirtschaft, als Grundstein für ein gerechtes Zusammenleben, sieht.

Autoritär ist eine passive Form von Diktatur mit begrenztem Pluralismus, die nur regiert, aber die Gesellschaft eigenständig wachsen lässt.
Totalitarismus ist eine aktive Form der diktatorischen Herrschaft, bei der mit bspw. Massenorganisation in die Gesellschaft hinein gewirkt wird, um sie zu formen und zu gestalten und somit "total" ist, also auf alles gesellschafliche aktiv Einfluss nimmt.

Neoliberalismus ist Liberalismus der eine staatliche Ordnunsgpolitik "So wenig Staat wie möglich, so viel Staat wie nötig." wünscht, prinzipiell jedoch eine heterogene Strömung. Neoliberalismus wird meist dem Rechtsliberalismus zugeordnet und ist so ein Bindeglied aus konservativen und liberalen Ideen.

Libertarismus ist für den Liberalismus das, was der Apatheismus für den Atheismus ist. Im Endeffekt ist es eine Form des Liberalismus, ich selbst zähle ihn aber nicht dazu und dem tun so viele. Viele anarchistische und sozialistische Politideologien zählen wenn man es genau nimmt zum Libertarismus. Dabei befindet sich Libertarismus zwischen engem Schnittpunkt zum Neoliberalismus bis hin zu linksextremem Liberalismus und formt in der Regel eher den sozialorientierteren und linkeren Liberalismus, der den Staat und eine große Ordnung grundsätzlich noch weit mehr ablehnt, als der eigentliche Liberalismus es tut.

Kommunismus ist eine Lehre, die eine klassenlose Gütergemeinschaft ohne Privateigentum anstrebt.

Aristokratie bezeichnet eine hierarchische, antipluralistische Ideenlehre, die die Herrschaft weniger Auserwählter über den Rest wünscht. Die Wenigen sind dabei besonders befähigte Individuen, auf welche Art besonders begabt, ist nicht näher definiert, wodurch viele Arten der Minderheitsherrschaft dazugehören. Wortbedeutung: "Die Herrschaft der Besten"

Ein Monarch ist ein Staatsoberhaupt, dass durch göttliche Bestimmung oder Erbe dazu ernannt wurde.

Faschismus war ursprünglich eine Selbstbezeichnung der italienischen Rechten unter Mussolini bis 1943.
Faschismus wird heute beinahe nur noch mit Nationalsozialsmus und rechter Politik in Verbindung gebracht, dabei ist Faschismus einfach nur eine totalitaristische Ideenlehre, die die "Idee" über Volk und Individuum stellt und eine Durchsetzung des angestrebten Systems mit allen Mitteln versucht.

Alle Bezeichnung sind immer Standpunktabhängig: Bezeichnet der Pöbel prinzipiell nur die pöhsen Nazis als "Faschos", so sind eigentlich die meisten politischen Systeme der letzten Jahrhunderte faschistisch. Aus der Sicht von den meisten Liberalen sind besondern sozialistische Systeme faschistisch und wenn man es ganz genau nimmt ist auch der deutsche Rechtsstaat zu Teilen faschistisch.

An diesem Punkt muss man schauen: Wo beginnen sinnvolle notwendige Gesetze, und wo beginnt Kontrolle und somit Faschismus?!

Ebenso sind Links - Rechtsbezcichnungen schwammig und unlogisch.
So sind Nationale Sozialisten vom Kern her - auch heute noch - linksextremistisch.
Faschistisch und totalitär sind sie ebenso, jedoch sind sie da nur Einige under Vielen.
Aber am Ende sind sie immernoch nationale Sozialisten.
Und die meisten Sozialisten sind oder waren nationalistisch *hust* UDSSR *hust*. In der Tat ist die Nähe zwischen russischen Sozialismus und deutschen NS nicht von der Hand zu weisen.
Der deutsche NS, wie auch jeder andere Sozialismus, ist autoritär und antiliberal.

Im Übrigen sahen sich auch die Nazis selbst als Linke:

„Der Idee der NSDAP entsprechend sind wir die deutsche Linke… Nichts ist uns verhasster als der rechtsstehende nationale Besitzbürgerblock.“
Joseph Goebbels, 1931 in „Der Angriff“

„Meine gefühlsmäßigen politischen Empfindungen lagen links.“
Adolf Eichmann, Organisator der Massenmorde an den Juden, in seinen Memoiren

"Wir haben die linken Klassenkämpfer liquidiert, aber leider haben wir dabei vergessen, auch den Schlag gegen rechts zu führen. Das ist unsere große Unterlassungssünde.“
Hitler, 24. Februar 1945, Tagung der Reichs- und Gauleiter, zitiert bei Rainer Zitelmann in „Hitler–Selbstverständnis eines Revolutionärs“, Seite 457
 “Wir werden auch nicht schweigen in dieser Auseinandersetzung, denn schließlich war der Nationalsozialismus auch eine Variante des Sozialismus, und seine große Schwungmasse hat er nicht von dem Strandgut des Ersten Weltkrieges, von den Freikorps, vom verarmten Mittelstand oder vom Bürgertum bezogen. Seine Schwungmasse hat er von den Millionen Sozialisten bezogen, die der SPD damals als Wähler davongelaufen sind.”" - Franz-Josef Strauß 


Die heutige Parteienlandschaft in Deutschland besteht ebenfalls beinahe nur aus Linken:
SPD - mitte Links, Die Linke - sozialistisch & links, Grüne - links & ökologisch, Piraten linksliberal, CDU - mitte rechts & (jedenfalls noch ein bisschen) konservativ, FDP neoliberal (mehr oder weniger) & mitte rechts.

Philipp Rösler sieht die FDP übrigens als einzige rechte Partei unter den deutschen Großparteien.
Die üblichen "Fascho" und "Naaahtsie"-Schreier ignorieren natürlich, dass sie nun die FDP auch als Nazis bezeichnen müssten, wenn doch rechts = Nazi.


Bei den Kleinstparteien sieht es ähnlich aus: Die meisten sind linksliberal. Wenn die NPD das ist, was sie vorgibt zu sein, wäre sie wohl als linksextremistisch, totalitär & reaktionär einzustufen. Gruppierungen wie die Freiheit oder Pro NRW sind viel mehr rechtskonservativ, als "Nazi", aber zu vernachlässigen, da meist populistische Dummschwätzer ohne Einfluss.

Da haben wir noch einen Begriff - Populismus auf einfach: man erzählt das, was die Leute hören wollen. Man redet den Wählern nach dem Mund. Und so geben Pro NRW die xenophoben Übernazis, weil es gut ankommt bei dem Klientel, an das sie herankommen wollen.
Populismus ist ein Mittel der Politik Ängste, Krisen und Unzufriedenheit der Bevölkerung zu instrumentalisieren um an ihre Stimmen heranzukommen.

Donnerstag, 7. Juni 2012

Worte, die ugs. synonym benutzt werden, es aber beileibe nicht sind


Ironisch, Sarkastisch, Zynisch

Ironie bzw. ironisch
Ironie ist ein rhetorisches Mittel, dass - wie die Meisten verstanden haben - von den Griechen entwickelt wurde, um in einer Diskussion etwas rhetorische Abwechslung zu haben.
Ironie ist nicht, wenn man einfach nicht das sagt, was man meint. Die Intention liegt darin, dass der Andere merkt, dass man nicht die Wahrheit sagt, weshalb man meist das Gegenteil vom Eigentlichen sagt und dies durch Gestik, Intonation und Mimik deutlich macht.
Ist der Gesprächspartner im Bilde über den Sachverhalt, dann benötigt die Ironie keine Hilfsmittel um übertragen zu werden, damit dieser versteht, dass nur Ironie vorliegen kann.

Wendet man dieses Verfahren auf sich selbst an, so ist es Selbstironie.
Bspw.: "Ich bin heut' auch wieder so schlau ..."

Sokratische Ironie ist Anwendung von Ironie mit der Intention den anderen auf einen Fehler aufmerksam zu machen, indem man sich dumm stellt und ihm so den eigenen Fehler aufzeigt.
Bspw.: "Ach wirklich, ist das so?"

Die tragische Ironie, auch Ironie des Schicksals, ist ein Fall für sich: Ein - nicht wirklich tragischer, aber für eine Erklärung passender - Fall wäre es, wenn man etwas vergessen hat, den langen Weg zurück nach hause geht und wieder vergisst es mitzunehmen.
Oder wenn man sich auf den langen Weg macht das Gegengift für seine, im sterben liegende, Freundin zu holen, um am Ziel zu erfahren, dass das Gegengift neben ihr lag, sie allerdings nicht bei Bewusstsein war, um es zu erwähnen, und durch diese Kette von Ereignissen nun tot ist.
Bei einem tragisch-ironischen Ereignis wird der Sinn einer Sache ad absurdum geführt, so dass man genau das Gegenteil von dem erreicht, was man eigentlich erreichen wollte mit seine Handlung.

Sarkasmus bzw. sarkastisch
Sarkasmus ist das, was ugs. mit Ironie verbunden wird, es jedoch nicht zwingend ist.
Die meisten sehen in der Ironie (nennen sie sogar meist nur Sarkasmus) ein Mittel um das Gegenüber in der Debatte lächerlich zu machen.
Dies ist jedoch nicht das eigentliche Ziel der Ironie, sondern eben das des Sarkasmus.
Sarkasmus bedeutet also, ohne argumentativ gut zu sein, den Anderen zu verspotten.
In seinem Kern ist Sarkasmus feindselig und ernst gemeint und muss nicht zusammen mit Ironie auftreten.
So ist eine einfache Aussage, wie etwa "Das ist aber ein ganz schön dummer Kerl, was er da nur für Mist redet!" sarkastisch, jedoch nicht ironisch.
Allzugern wird Sarkasmus mit Ironie verbunden und bildet dann sarkastische Ironie, im Sinne von "Du bist aber ein ganz schlauer!".
Wird unter engen Bekanntschaften oft abgetan und ist meist auch nicht bösartig gemeint, die Intention dahinter ist jedoch eigentlich nicht, etwas nur so daher zu sagen, sondern ernst gemeint.
Ironie ist nun also ein rhetorisches Mittel, Sarkasmus ist der Akt des Verspottens, auf welche Art auch immer.

Zynismus bzw. zynisch
Der Zynismus ist weder ein rhetorisches Mittel, noch Akt des Verspottens, wenngleich Zynismus natürlich zusammen mit Ironie und / oder Sarkasmus auftreten kann.
Zynismus, eigentlich Kynismus, ist ursprünglich eine philosophische Schule: Die, wer hättes gedacht, der Kyniker.
Der berühmteste und namensgebende war Diogenes von Sinope, der in einem Fass hauste um deutlich zu machen, dass er die Gesellschaft als falsch und heuchlerisch ansieht und selbst ohne ihre Werte, als Obdachloser, unter Hunden lebend, immer noch ein besserer Mensch ist.
Daher auch der Name der Bewegung: Kynos, der Hund.
Diese Lebenshaltung der antiken Kyniker hat sich inzwischen ein wenig verändert, ist im Kern jedoch gleich geblieben, und wird heute in Deutschland als Zynismus bezeichnet.
Der für den Zynismus beissende Spott (also intensiver Sarkasmus) ist nur das offensichtlichste Merkmal einer zynischen Geisteshaltung, das nicht zwingend hervortreten muss.
Der tiefere Sinn liegt darin die Falschheit der Gesellschaft aufzuzeigen und die eigene Abneigung ihr Gegenüber deutlich zu machen.
Im Kern verachtet Zynismus übertriebene Lust, Zügellosigkeit, Egoismus und Verschwendung, und predigt ein ehrliches, gerechtes Miteinander, in dessen Zentrum ein eher enthaltsames, aber gutes Leben steht.
Der Zyniker verachtet ebenso unnötige gesellschaftliche Normen und soziale Gewohnheiten, wie  damals v.a. von der reichen Elite gelebt (z.b. auch Macht- und Profitwillen) und stellt Sitte, Anstand, Kunst und Wissen(schaft) in den Lebensmittelpunkt.
Der Zyniker versucht dabei kein Asket zu sein, sondern misst Luxus, Lust und Trieb nur wenig Bedeutung bei, lehnt aber vor allem die damit meist einhergehenden egoistischen und geistlosen Denkweisen ab.
So wollte Diogenes klar machen, dass er auch ohne Besitz, feine Kleider und gutem Lebensstandard, besser ist, als selbst die größten Herrscher, welche weder Anstand oder Sitte, noch Moral besitzen.
So soll absichtlich mehrfach gesellschaftliche Normen gebrochen haben, um ihre Sinnlosigkeit klar zu machen, dass diese nicht relevant seien um ein guter Mensch zu sein.
So soll er einst, als Alexander der Große seinen Markt besuchte, aus seiner Tonne zu ihm gesagt haben „Geh mir aus der Sonne“, womit er bedeutete, dass Alexander kein besserer Mensch als er sei, nur weil er Macht und Reichtum besaß.
Ein anderes mal trat er nachts mit einer Lampe auf den Markt und rief " „Kommt herbei, Menschen!", immer wieder.
Als sich eine Menge angesammelt hatte, sagte er "Menschen habe ich zu mir gerufen, keinen Abschaum!" und ging.
Auch das System der Sklaverei lehnte er bereits in der Antike ab: Als man ihm riet, seinen entlaufenen Sklaven wiederzusuchen, sagte er: 'Es wäre doch lächerlich, wenn Manes ohne Diogenes, Diogenes aber nicht ohne Manes leben könnte.'“
Diogenes trat auch mehrfach in Kontakt mit Platon oder Diogenes Laertios (einem Stoiker) und debattierte mit ihnen. 
Zusammenfassend ist Zynismus nun also eher eine Lebensphilsophie und Geisteshaltung, Sarkasmus ist Spott und Ironie ein rhetorisches Mittel.

Egozentrisch - Egoistisch

Egozentrisch
Egozentrismus, sagt aus, wie der Name schon nahelegt, dass man sich selbst, also sein eigenes Ich, als Zentrum für Alles betrachtet.
Im Gegensatz zu Egoismus ist dies jedoch nicht zwingend wertend gemeint.
Der Egozentriker sieht sich in erster Linie als objektives Maß aller Dinge, ob nun begründet, oder unbegründet.
Negativ besetzt wird Egozentrismus, wenn die Geisteshaltung des Egozentriker unreflektiert ist, er sich seine eigene Meinungen und Einstellungen also als sinnvollen Standard sieht, ohne sich jedoch mit anderen befasst zu haben.
Meist wird der Begriff auch mit dieser Konnotation versehen, obwohl Egozentrismus auch bei Kindern, geistigen Störungen oder einfach bei reflektierten Geistern vorkommen kann.
Säuglinge sind quasi die Definition des Egozentrismus, da sie sich und ihre Umwelt nicht als Komplex wahrnehmen, sondern nur als "Ich" denken und erleben.

Egoistisch
Auch als Selbstsucht, Eigennützigkeit oder Eigenliebe, bezeichnet ist der Egoismus im wesentlichen ein negativ konnotierter Begriff.
Im Vergleich zum Egozentrismus bezeichnet er jedoch eine eher persönliche Geisteshaltung, als Charakter.
Egozentrisch sind die meisten von Natur aus, wenn sie es denn sind, obdenn man natürlich beinahe alles abtrainieren kann, egoistisch ist eher ein Persönlichkeitsmerkmal, dass durch Einwirkung der Umwelt geschaffen wird.
So ist sich der Egoist meist mehr im Bewussten darüber, dass er Egoist ist, da egoistisches Handeln neusr Überlegungen entspringt, als Gefühlen.
Kinder sind dahingehend nicht egoistisch, da man sich zum Egoismus entscheidet, sei es aus Minderwertung der anderen Personen oder aus Selbstliebe.
Egoismus ist, solange geplant und absichtlich geschehen, das Antonym zu Altruismus, wohingegen Egozentrismus mit Altruismus vereinbar ist.
Den Selbsterhaltungstrieb in Extremsituationen als Egoismus zu bezeichnen wäre daher sinnlos.
Egoistisch ist also der, der mit voller Absicht, so handelt, dass er, selbst wenn andere Schaden nehmen, den größten Nutzen aus einer Sache zieht.

Donnerstag, 31. Mai 2012

Der Weg der Diät: Suchtbekämpfung abgeschlossen

Das größte Laster der letzten Jahre (seit etwa 2008) war bei mir eindeutig das Essen.
Um 2008 / 2009 war es am extremsten, Tage mit 10.000 kcal / Tag waren nicht selten, 4.000-6.000 kcal / Tag der Regelfall.
Zu 85% bestanden diese zugeführten Kalorien aus Fastfood und Cola. Verwunderlich, dass ich nur etwa 15 kg zugenommen habe in knapp 2 Jahren.
Selbiges Fastfood bestand aus Subway, dem goldenen M, BK, asiatischem Essen, Pizza, Döner etc. pp.
Die Gründe sind vielfältig und irrelevant.

Etwa im Sommer 2009 hatte ich die 90 kg überschritten (auf 1,75 m) und es stagnierte langsam, so dass ich im Frühjar 2010 erstmalig schockiert war, dass ich tagsüber meist 92 kg auf die Wage brachte.

Eher zufällig begann ich mit Krafttraining und machte es im Zuge dessen um abzunehmen. Zu allererst tat ich nichts. Ich trainierte Ganzkörper und aß beinahe wie vorher. Natürlich geschah nix (außer, dass ich vielleicht etwas Kraft gewann).
So begann ich nur wenige Wochen später eine anabole Diät parallel zum Training (was mich wohl den Anfängerbonus im Training gekostet hat) und hielt diese etwa 3,5 Monate lang durch.
Seit diesem Zeitpunkt war ich auf Dauerdiät, mit Unterbrechungen, bis zum heutigen Zeitpunkt, da ich es nie geschafft hatte, meine Ernährung umzustellen nach der Diät.
So gab es 3-6 monatige Diätphasen, 1-2 monatige "Fressphasen" und ich trat auf der Stelle, da ich weder genug und gut aß, um wirklich sinnvoll Muskelmasse aufzubauen, oder wirklich Fett abzubauen.
Das Gewicht schwankte und schwankte und schwankte. Von 76 bis 91, hin und her, doch der KFA Anteil sank dennoch leicht innerhalb der letzten 2 Jahre, da man bei so regelmäßigen Training dennoch Muskelmasse zulegt.

Mein Hauptproblem war bis dato, dass ich immer während einer Diät nur dem Ende zufieberte und dachte "OMG! Noch x Wochen! Ich will endlich wieder ordentlich essen!"
Und mit ordentlich essen meinte ich Fastfood 24/7.

Jetzt, nach 2 Jahren hin und her, habe ich mein Hauptproblem besiegt und das nicht einmal geplant!

Es war immer so, dass ich begann "Ok, in 3 Monaten wieg ich 20 kg weniger!" und wenn es nicht klappte kamen Rückfälle und Abbrüche und in all der Zeit wusste ich es immer, und doch wurde mir nie wirklich real bewusst, dass ich nach der Diät nicht wie vorher weitermachen darf.

Der Prozess begann mit meiner Knieverletzung, aufgrund der ich nicht mehr einfach los konnte und mir essen holen. Dann war ich eine lange Zeit daheim, wo ich ebenfalls wenig Möglichkeiten hatte.
Die nachfolgenden Monate, bis jetzt, war ich meist chronisch pleite, und konnte, so sehr ich auch wollte, nicht halb so oft, wie ich es wünschte, "Leckeres" essen.

Nach einigen Wochen des inneren Konflikts und des Sehens von Erfolgen bei der Gewichtsabnahme, wenn man eine Diät richtig angeht, verflog die Missgunst.
Ich dachte nicht mehr "OMG! Ich kann nicht 6 mal die Woche Fastfood essen! Ich muss sterben!"

Inzwischen habe ich mehr oder weniger begonnen zu kochen, da billig und gesund, vor allem aber billig.

Und über die Zeit machte ich mir klar: Es gibt kein "wieder lecker essen!". Alles was ich tue, macht überhaupt keinen Sinn, wenn ich danach von vorne beginne und in 2 Monaten die angezielten 15-20kg wieder zunehme.

Ich wollte es lange nicht akzeptieren, doch egal wie ich es drehte und wendete: Es gibt keine Möglichkeit, bei der ich mich wieder wie damals ernähren kann und schlank und gesund bleibe.

So ergab ich mich dem Gedanken und lernte ihn zu mögen.
Nun bin ich so weit, dass ich einerseits Fastfood nicht mehr so sehr überbewerte ( ... und es als allerbesten Essen, meilenweit vor jedem Anderen, sehe) und sogar prinzipiell keine Agressionen mehr bekomme, wenn ich mir vorstelle in 3 Monaten immer noch zu diäten und Selbstgekochtes zu essen.
Egal ist es mir nun ... wobei, doch, ich kann ehrlich sagen: Es ist mir egal. Es stört mich nicht.
Meine Ziele zu erreichen ist mir einfach viel wichtiger, als einen winzigen Schub in Sachen Geschmack zu erhalten.
Solche Gedanken hatte ich zuletzt in der 11. Klasse denke ich.
Und ich kann nun ehrlich sagen: So zu Essen ist kein Verzicht. Ich zwinge mich eben nicht zur Diät. Sie ist einfach da. Ein Mittel zum Zweck. Irrelevant, solange sie funktioniert. Es macht keinen Unterschied. Es ist kein großes Opfer mehr. Ich habe völlig das Gefühl (oder eher die Fressucht) für Nahrung verloren.
Ja, selbst das psychische ist fort.
Esse ich Fastfood, ja es schmeckt ganz gut, aber dieser "JAAA BEFRIEDIGT!" Effekt im Hirn. Verschwunden. Und das ist wahr, ohne mich selbst zu belügen. :)

Wenn ich die Aufbauphase einleite, werde ich nicht mehr "Leckeres" essen dürfen als vorher. Nicht mehr Sündigen, als vorher. Und: Es stört mich nicht. Das ist phänomenal für meine Wenigkeit.

Wenn die Diät (2 kg / Monat) konstand so weitergeht, dann habe ich September oder Oktober wahrscheinlich mein Zielgewicht erreicht. Wenn nicht: Auch egal. Selbst die kürzeste Zeit führt in den Winter hinein, und dadurch ist es mir noch unwichtiger. Vor allem da es diesmal keine Rückkehr gibt, nichts mehr worauf ich krankhaft fixiert bin.

Und dafür habe ich 2 Jahre benötigt, um rauszubekommen, dass eine Crashdiät langfristig sinnlos und danach weitermachen, wie zuvor, noch sinnloser ist. Genauso wie, dass man sich alles gönnen kann, nur in Maßen und man so vorran kommt.

Durch 4 x Kardio die Woche fühle ich mich außerdem fitter denn je. Früher war ich ununterbrochen erkältet und hatte diverse Wehwechen. Seit Januar nichts. Obwohl ich in einer starken Erkältung begann Kardio zusätzlich zu machen und ein mäßiges Defizit fuhr, "heilte" der Sport mich sogar.

Mittwoch, 30. Mai 2012

In der Szene aufwachsen und hinauswachsen: Scheinheiligkeit, Pseudofreiheit, Inkonsequenz, Scheinindividualismus

Nehmen wir zu Beginn, der Anschaulichkeit wegen, eine Person. Nennen wir sie Sascha. Somit kann diese Person weiblich, als auch männlich sein. Dies spielt für die Betrachtung eher keine Rolle.

Sascha ist 14 oder 15 Jahre alt und findet, auf welchem Weg auch immer, zu einer Szene / Subkultur innerhalb der sogenannten Schwarzen Szene.

Wie Sascha dort hinfindet kann auf vielfältige Weise geschehen:
Er / Sie kann rein zufällig darauf stoßen, ohne direkt gesucht zu haben, und Gefallen daran finden. (Typ I)
Sascha könnte eine mindestens subjektiv schwierige Zeit in seinem Leben haben und auf der Suche nach Kompensation und Identifikation in eine Szene reinfinden. (Typ II)
Es könnte auch sein, dass es ganz einfach Gruppenzwang der umgebenden Gruppe ist oder der Wille zu einer solchen zu gehören, der ihn / sie zwing sich einzugliedern. (Typ III)
Hybridtypen sind möglich.

Wie dem auch sei: Sascha ist nun bspw. Goth / (Black) Metaller, oder was auch immer.

Nehmen wir passenderweise an, dass Sascha BM für sich entdeckt hat, oder meint entdeckt zu haben.
Anfangs noch ein bisschen Heil Wotan gröhlen und den Pagan Black Metal fröhnen, dann vielleicht depressiv sein, weil Mama das Taschengeld aufgrund der schwarz gefärbten Haare und der bösen Stiefel, gestrichen hat.
Letztendlich hat Sascha lange Haare, vielleicht immer noch schwarz gefärbt, trägt Bandshirts, schwarze oder Flecktarnhosen und Stiefel und vielleich noch passenden Schmuck oder Schminke.

3 bis 4 Jahre lang geht die Chose und mit 18 entdeckt Sascha, der / die nun fertig ist mit der schulischen Ausbildung, aus welchem Grund auch immer, dass Black Metal voll blöde ist.

Black Metal ist blöd, weil man merkt, dass man nun erwachsen ist und so kindische Sachen nicht mehr mitmacht!
Wer könnte in diese Lage kommen?
Typ-I-Sascha sicherlich, ist jedoch unwahrscheinlich da man sich selten mit einer Sache jahrelang aus Eigeninitiative auseinander setzt und sie dann aufgrund einer scheinheiligen Reife abstreift.
Typ-II-Sascha könnte sagen "Ich will die Zeit vergessen und damit auch den Black Metal!", oder zu seiner / ihrer Vergangenheit stehen und weiterhin das Lebensgefühl beibehalten.
Typ-III-Sascha wird höchstwahrscheinlich alles davon abhängig machen, wie das neue Umfeld aussieht, oder inwieweit das alte konstant bleibt, denn Sascha hat sich inzwischen zu einem/einer waschechten Opportunist(i)en gemausert und macht, was ihre Freunde tun.

Die Saschas, die bleiben wie sie sind, sind nun erst einmal irrelevant, da es an ihnen keine großen Veränderungen gibt, mit denen man sich befassen könnte.

Sascha macht eine 180° Drehung und wendet sich gänzlich vom Black Metal ab. Dies kann allen 3 Typen passieren, die Wahrscheinlichkeit steigt jedoch von Typ I bis zu Typ III.

Gründe, die da wären:
1. Sascha ist ehrlich und wirklich davon überzeugt, dass BM nicht mehr zu ihrem / seinem Lebensgefühl passt und kapselt sich langsam davon ab, entdeckt neue Interessen, wird jedoch niemals etwas verleugnen oder gänzlich alles abstreifen.
- Nun. Ich denke, dass dies bei den Allerwenigsten der Fall ist. Ich schätze < 5%.

2. Sascha hatte niemals wirklich Interesse an der Sache selbst und hat daher kein Problem sich an die neuen Gewohnheiten der Alten oder die neue Gruppe anzupassen. Schließlich will man nicht auffallen! Außerdem muss man ja Eindruck schinden, mit Natürlichkeit kommt man nicht weit.

- Nun kommen also die Haare ab: "Der Aufwand mit den Haaren hat mich genervt!"
Wieso hat man sie dann erst wachsen lassen?
Nach Jahren den, absolut nicht großen Aufwand, urplötzlich zu groß zu finden, ist nicht glaubwürdig.
Version I: Wider Willen, dem Gruppenzwang wegen, damals wachsen lassen.
Ist nicht ein mal so häufig, denke ich. Viele wollen in ihrer Pubertät wirklich langes Haar.
Version II: Man ist ein feiger Opportunist. Der sich einem neuen Gruppenzwang unterwirft.
Ist wohl der häufigste Grund. Schließlich ist man jetzt Erwachsen und muss sich anpassen. Ganz zu schweigen von den neuen coolen Freunden, die gar nicht Metal sind.
Version III: Man hat dünnes Haar und sieht ungepflegt aus.
Sehr seltener Grund in solch jungen Jahren, gibt es aber hin und wieder.
Version IV: Der Geschmack hat sich verändert. Man hat wirklich das Interesse am Stil verloren.
Der seltenste Grund. Eine große Veränderung in dem Maße erscheint unlogisch, wenn man vorher mit Herzblut dabei war. 
Version V: Bei meinem Job geht das aber nicht!
Ist eine miserable Ausrede. Wenn man entsprechend auftritt und Können beweist, wird dies bei 99% aller Arbeiten kein Problem darstellen.

- Außerdem wird sich ordentlich gekleidet! Schön bunt und unauffällig. "Ich will nicht, dass mich andere erkennen, oder dass ich auffalle!"
Wieso hat man sich dann erst so gekleidet?
Version I: Wider Willen, dem Gruppenzwang wegen, damals so gekleidet.
Wie beim Haar.
Version II: Man ist ein feiger Opportunist. Der sich einem neuen Gruppenzwang unterwirft.
Wie beim Haar.
Version III: Man will kein voll unindiviueller Massenmetaller sein und auch in Uniform rumrennen!
Also wechselt man die Kleidung von Tausenden, gegen die von Milliarden. Scheint nur logisch. Ist man gleich viel einzigartiger.
Version IV: Der Geschmack hat sich verändert. Man hat wirklich das Interesse am Stil verloren.
Wie beim Haar.
Version V: Bei meinem Job geht das aber nicht!
Wie beim Haar.
Version VI: Man möchte wirklich keinen Kontakt mehr pflegen und nicht erkannt werden / auffallen.
Wenn man so ängstlich ist, dass man als "Metalbrother United \m/", angemacht wird, dann ist dies ganz schön erbärmlich. So unterwirft man sich einer irrelevanten Angst und handelt dafür wider seinem Willen und steht nicht zu seinem Kleidungsgeschmack.

Dies sind dann meist auch noch genau die Personen, die im Alltag gänzlich "normal" und / oder bunt umherlaufen und sich extra für Konzerte etc. umziehen und ein Kostüm anziehen. Noch schlimmer ist es, wenn sie es dann Kostüm nennen und zugeben, dass sie sich verkleiden, anstatt zu tragen, was ihnen gefällt.
Würden sie die Kleidung mögen, dann würden sie sie immer tragen und zu ihrem Geschmack stehen. Wenn sie sie nicht mögen, würden sie dazu stehen und sich nicht für Konzerte umkleiden, um Eindruck zu schinden.
Dieses Hin und Her ist inkonsequent und / oder Aufmerksamkeitshurerei, oder Feigheit.
Kleidung ist mitnichten relevant um Teil der Szene zu sein, Inkonsequenz und Anbiederung hingegen ist ebenfalls abzulehnen.
Doch weiß sich solch ein Mensch nicht zu helfen, als jene anzugreifen, die das geschafft haben, was er selbst nie erreichte oder alternativ den wahren Kern seiner Handlungen trifft und ihn als Nutznieser einer Szene aufzudecken droht.
Natürlich redet man hier von großen Diskrepanzen. Wenn jemand, der Bequemlichkeit oder der Zeit halber, nicht 24/7 Stiefel / Patronengurt / etc. trägt, die er auf Konzerten und beim Ausgehen trägt, ist das nachvollziehbar.
Wenn Jemand wochentags bunt in Standardkleidung umherläuft, dazu freshe Sneakers und Ed Hardy Shirt, dann aber eben o.g. Vollmontur am Wochenende trägt, ist das lächerlich.

Wie immer gibt es natürlich seltene Ausnahmen, mit nachvollziehbaren Gründen und daher konsequentem, ehrlichen Verhalten.

 3. Man hat keine 180° Drehung gemacht, sondern hat sich durchgehend, trotz ehrlichem Interesse am Stil, äußerlich nicht angepasst. Und tut es auch weiterhin nicht ...
Ist wohl eine absolute Ausnahme, dennoch vorhanden.

So werfen einem die, die kein Durchhaltevermögen, nie ein ehrliches Interesse daran hatten oder einfach alles nur als Mittel zum Zweck nutzen (Für FUN FUN FUN PARTEY ATTENTIONWHORING), dann vor, man sein unreif und ignorant, wenn man konsequent und treu bleibt, einer Sache gegenüber mit der man es immer ernst gemeint hat und noch immer ernst meint.

Man fragt, ohne Hintergedanken und mit ehrlichem Interesse:
"Wieso tragt ihr urplötzlich solche Kleidung?"
Und zurück kommt:
"Darf man das nicht als Metaller? Ist das untrue???? Wie alt bist du???!!!!111"
Dabei ist es nur logisch, dass es jeden verwirrt, der ernsthaft den Stil, die Musik und die Hintergründe liebt, es kaum versteht, wieso man sich plötzlich davon abwenden sollte. Denn wenn man es bereits einmal tat (sich entsprechend zu kleiden), so ist die Chance gering, dass man plötzlich keine Lust mehr dazu hat.
Schließlich denkt man unter Gleichgesinnten zu sein, und nicht unter Nutzniesern, Attentionwhores und Trittbrettfahrern.

Wie hungrige Hunde greifen sie Denjenigen an, welcher Konsequenz und Wahrhaftigkeit lebt (jedenfalls weit ehrlicher, als genannte Mitläufer), statt nur so zu tun, und genau dies wird ihm unterstellt, da man selbst nie das Potenzial hatte, das zu sein, was man meinte sein zu müssen.



Kurzum zum Fazit:
Die meisten lassen mit 18-25 alles hinter sich, verkennen ihre Vergangenheit, feinden die an, die konsequent blieben in ihrem Empfinden und ihren Vorlieben, und stellen sich selbst als reife Elite über diejenigen, die es ernst meinen, nur um am Ende in der grauen Masse unterzugehen und ihre Vergangenheit, gespielt, oder wahr, zu vergessen.
So ist es doch bei den allerwenigsten der Fall, dass sich Menschen, die so handeln, wirklich in eine andere Richtung (nicht weiterentwickelt!, es ist kein Zeichen von Reife, seine Interessen zu ändern) entwickelt haben, was den Saschas gleich käme, der / die bei Punkt 1 genannt wird gleichkäme.

So haben wir also 85 % Typ-III-Saschas, 10% Typ-II-Saschas und 5% Typ-I-Saschas.
Der Witz ist: 99% der Typ-III-Saschas leugnen, selbige(r) zu sein. Die Saschas, die sich nie äußerlich angepasst haben und trotzdem ehrliches Interesse hegen, sind meist unauffällig und man kommt nie dahinter, dass sie solche sind. Und Typ-I-Saschas erkennt man meist bis zum Lebensende (in der Jugend sind sie äußerlich jedoch von den anderen beiden Typen nicht zu differenzieren).

Es gibt die, die sich wirklich verändern, oder konsequent und unauffällig sind, doch kaufe ich es dem Gros nicht ab. Es ist einfach viel zu oft, viel zu offensichtlich. Und wenn man die Wahrheit sagt, wird man angegriffen, was nur noch mehr beweist, wie richtig man liegt.

Montag, 14. Mai 2012

Persönliche Worst-Of: Filme

Schlecht, weil unglaublich schlecht:

[Rec.] (Ich hasse diese "Found Footage"-Scheiße bei Horrorfilmen. Nimmt jegliche Authentizität. Dazu ist der Film gnadenlos langweilig.)
Paranormal Activity (Wie Rec. ohne Budget und mit noch weniger Ideen.)
Simpsons - Der Film (Wie eine längere neue Folge, nur in schlecht. Wobei das kaum möglich ist bei Simpsonsfolgen ab etwa Staffel 16. Der beschissenste und hirnloseste "Gag" jemals - Spiderschwein. Genau wie die Serie inzwischen, null witzig.)
Scary Movie 2, 3, Date Movie, Fantastic Movie, etc.  (Eindeutig die schlechtesten Filme, die es jemals gab. Man müsste ein neues Wort erfinden um diesen "Humor" zu bewerten.)
Uhrwerk Orange (OMG! Der behindertste Müll. Kubrick ist genau solch ein pseudointellenter (!) Regisseur wie der spastische Lars von Trier.)
Antichrist, Melancholia (Pseudotiefgründige und pseudoschockierende Schwuppenkacke.)
Blairwitch Project (Siehe Rec und PA.)
Dirty Dancing (Ja ... braucht man nichts dazu sagen.)

Schlecht, weil recht schlecht und unglaublich überbewertet und nervig:

Scott Pilgrim (Null Sinn und Logik, total behinderte Scheiße. Dann lieber Kick-Ass, wenn's um Nerdfilme gehen soll.)
Star Wars 4 - 6 (Ja, ich finde die alten Filme irgendwie beschissen (ganz besonders Teil 5). Sind für mich derbe langweilig, versprühen null Charme und ich kann keinen einzigen Charakter ausstehen. Um das Universum besser kennen zu lernen, reicht's aber.)
Scary Movie (Nunja. Auch so nicht gerade witzig, oder gut, aber im Gegensatz zu allen folgenden Schöpfungen ein Meisterwerk.)
Pixar-Scheiße (Eigentlich alle Filme derber Dreck, mit wenigen Ausnahmen.)
Pulp Fiction (Wobei ich ihn auch oben hinpacken würde, da ich einfach absolut Alles an diesem Film schlecht finde. Uninteressant, behindert, langweilig.)



Und - bekannte / populäre Filme, die ich niemals vorhabe zu sehen, da mich vorhandene Informationen und/oder Trailer, mehr als abstossen.

Der Pate 1 - 3
Oceans 11, 12, 13
Indiana Jones
Scarface
Boondock Saints
Big Lebowsky
Fear & Loathing in Las Vegas
Die meisten Komödien, Actionfilme, Romanzen, Krimis, Western und Kombinationen dererlei.


... wird bei Bedarf erweitert.

Samstag, 12. Mai 2012

Idiotenbingo - diesmal: Evolution

Ohne zu bestreiten, dass es gute Gründe gibt, die die Evolutionstheorie fraglich da stehen lassen, geht es hier um die Sachen, die von den Meisten als Argument gegen sie genutzt werden, die jedoch totaler Bullshit sind.

Nicht unlogischerweise kommen ebendiese "Argumente" auch sehr selten von Anti-Evolutionisten, die tiefere Kenntnis vom Thema haben.

#1: "Aber es ist nur eine Theory!1111 Sagt ja schon der Name!1"
Antwort: Nur leider ist das Wort Theorie im wissenschaftlichen Sinne eher das genaue Gegenteil von dem, wie es landläufig und umgangssprachlich genutzt wird: Nämlich keine unbewiesene fixe Idee.
Das Wort Theorie in der wissenschaftlichen Theorie zeigt keinen wissenschaftlichen Zweifel an der Richtigkeit selbiger an, da Worte wie Hypothese und Theorie mehrere Bedeutungen haben.
Auch im Oxford English Dictionary nachzulesen, in dem es an 2. Stelle heißt, dass eine Theorie im wissenschaftlichen Sinne ein bewiesenes Konstrukt ist.
While theory in colloquial usage may denote a hunch or conjecture, a scientific theory is a set of principles that explains observable phenomena in natural terms.
Scientific fact and theory are not categorically separable", and evolution is a theory in the same sense as germ theory or the theory of gravitation.
(Evolutionary Science and Society: Educating a New Generation (TOC) . Revised Proceedings of the BSCS, AIBS Symposium)

#2: Aber meine Oma war kein Affe!!111 Und ich bin auch keiner!!111
Antwort: Niemand. Verdammt noch mal N I E M A N D hat je behauptet, dass ich, du, er, sie, es oder Irgendjemand ein verdammter Affe war, ist oder sein wird! (Jedenfalls in dem Sinne, wie es diese Personen meinen. Dass wir zum Taxon der Trockennasenaffen gezählt werden ist dabei nicht relevant.)
Das resultiert aus unglaublichem Halbwissen.
Am Ende der Haarnadelkurve befinden sich 2 Spezies: a und b. a wurde zu Homo Sapiens. b wurde zum Schimpanse (bspw.). Ende. Fertig, aus.
(Einige) Affen(arten) und der Mensch haben gemeinsame Vorfahren, mehr aber auch nicht.
Wir hatten keine Affen (*im heutigen Sinne) als Vorfahren. Und das behauptet auch niemand. Punkt.

#3: "Aber Gott!111"
Antwort: Evolution und Glaube schliessen sich nicht aus. Viele Naturwissenschaftler sind gläubig. Sogar der Papst erkennt die Evolution an! Und warum? Weil die Evolution nur das Wie, aber nicht das Warum zu beschreiben versucht. Die Evolution und die wörtliche Deutung der Bibel schliessen sich aus, Ja, aber Glaube und Evolution nicht.

#4: "Aber dann werden wir ja voll Supermegawesen irgendwann! Und warum werden denn so Viechers dann voll zu ner schlechteren Version? Ist doch Evolution!1"
Antwort: Der Irrglaube Evolution bedeute Verbesserung ist hirnrissig. Evolution bedeutet Anpassung und Mutation. Ende. So kann ein Teilschritt der Evolution durchaus unter gegebenen Umständen dazuführen, dass eine Spezies sich ins "Negative" entwickelt, oder spontane Mutationen skurille Dinge kreiiren. Normalerweise ist die Notwendigkeit nötig, damit es zur Selektion und Anpassung kommt, aber spontante Mutationen sind die Ausnahme. Populationen können sogar an der Evolution zugrunde gehen, durch bspw. zu viel Weitergabe von defekten Erbgut.

Noch ein paar Falschannahmen zum Schluss:
  • Dinosaurier und Menschen haben nicht zur selben Zeit gelebt. (Muss Erwähnung finden, da 59% der Amerikaner genau das glauben.)
  • Nach dem 2 Gesetz der Thermodynamik ist es nicht möglich, wahllos komplexer zu werden, als Organismus. Gilt jedoch nur in geschlossenen Systemen, wozu der Planet Erde nicht gehört.
  • Die Evolution "plant" gar nichts. Sie hat auch nichts vor, oder will irgendetwas oder wird einen Organismus zu einem Superorganismus werden lassen. Evolution ist nur die Summe ihrer Teile, die zufällige Ereignisse, durch actio und reactio vorangetrieben, sind.
  • Dinosaurier sind nicht ausgestorben, weil sie unanpassungsfähig waren. Im Gegenteil: globale Katastrophen waren Schritt 1, Schritt 2 spricht für die Evolution: Dinosaurier leben noch - nämlich die, die sich an die neuen Umweltbedingungen angepasst haben und zu den heutigen Vögeln wurden. Krokodile etc. sind und waren nie Dinosaurier, sondern einfach Reptilienarten, die sich wenig verändert haben seit der Urzeit.
  • Säugetiere entwickelten sich nicht aus Reptilien heraus.

Schön anschauliches Bild, dass verdeutlicht, dass keine ganzen Spezies auf magische Weise zu anderen Spezies werden, oder gar verschwinden, sondern, dass einzelne Exemplare sich abspalten, aufgrund Veränderung und quasi eine neue Spezies "gründen". Die alte Spezies kann dabei bestehen bleiben, tut sie sogar oftmals, wenn kein direkter Kampf um Lebensraum entsteht. Vorfahre X -> Abspaltung 1 bspw. Schimpansen, Abspaltung 2 Homo Sapiens. 


Dienstag, 17. April 2012

Advocatus Diaboli - oder - Wahrheit vor Zieldienlichkeit?

Der lateinische Ausdruck Advocatus Diaboli (Betonung auf dem a von Diaboli), zu deutsch‚ Anwalt des Teufels‘, bezeichnete in der römisch-katholische Kirche die Person, die im Verfahren der Selig- bzw. Heiligsprechung Argumente gegen die besprochene Persönlichkeit zu sammeln und vorzutragen hatte (seit 1983: Promotor Justitiae ‚Förderer der Gerechtigkeit‘).
Heutzutage:
Im weiteren Sinn wird im Bereich der Rhetorik jemand als advocatus diaboli bezeichnet, der mit seinen Argumenten die Position der Gegenseite vertritt, ohne ihr selbst anzugehören. Umgangssprachlich wird damit auch eine Person bezeichnet, die alles hinterfragt und grundsätzlich die Gegenposition einnimmt.

Der Advocatus Diaboli ist meiner Meinung nach die höchste Form des Hinterfragens: Erst wenn man die Dinge, die man selbst für wahr und richtig hält, zu allererst selbst hinterfragt und sich mit den Gründen der Gegenposition auseinandersetzt kann man sich wirklich ein Bild machen.

Ich selbst habe den Drang, Leute, die meine Meinung vertreten, zu berichtigen, wenn sie falsche Gründe dafür haben.
Im Endeffekt strebe ich doch an, dass ich aus den richtigen und wahren Gründen mich für eine Seite entscheide. "Wahr" ist hier natürlich im pragmatischen Sinne gemeint.
Denn wenn Dinge vom Wesen her einfach so sind wie sie sind, und Person #1 hält genau diese für gut und richtig, und Person #2 für falsch und vernichtenswert, so sind doch beide Gründe wahr.
Weil sie sich auf den wirklichen Sachverhalt beziehen.

Ich achte einen Menschen, so sehr ich seine Ansicht auch verachte, jedoch sofort umso mehr, wenn er sie vernünftig erläutern kann und trotz großem Wissen darüber die - für mich - falsche Position wählt.
Und ich argumentiere gegen einen, der meine Ansicht vertritt, umso mehr, wenn er doch hanebüchene und dumme Gründe für Diese hat.

Wenn ich von einer Sache denke "Das ist etwas Gutes!", dann prüfe ich mich immer selbst und schaue, ob sie doch nicht so gut ist, doch viel wichtiger ist es bei Dingen, wo man sofort das Gefühl hat, es sei absolut verachtenswerter Schmarrn, dies zu tun und sich damit auseinanderzusetzen, bevor man die Meinung zu seiner eigenen macht.
Kenne den Feind, besser noch als deinen Freund, denn nur was man kennt, darf man auch begründet ablehnen.

Ein gutes Beispiel ist der dümmste Grund gegen Religion zu sein: "Wenn es Gott gäbe, würde er nicht Krieg etc. pp. zulassen!"
So ein Hirnfick. Laut dem Christentum hat er Menschen den freien Willen gegeben. Sie sind selbst dafür verantwortlich.
Das sind so Argumente, die schon sinnlos sind, wenn man sich nur minimal oberflächlich mit dem Christentum beschäftigt hat.

In solchen Momenten steht dann die Frage, sollte man Leute, die für die eigene Sache kämpfen/sind unterstützen, auch wenn sie noch so falsche Gründe dafür haben?
Da geht es dann um Zieldienlichkeit.
Realistisch gesehen ist es nicht möglich und schon gar nicht gewollt, dass alle in einer Gruppierung das gleiche Wissen haben. Es ist einfach simpler, wenn Abertausende das selbe Ziel verfolgen, ohne einen sinnvollen Grund dafür zu haben. Der Anführer braucht die dumpfe, geistlose Herde eben.

Würde man ein Ziel mit einem gelebten AD verfolgen, dann wäre es meiner Meinung nach eher der erstrebenswertere Weg sein, dass alle Leute die die Sache, für die man eintritt, verfolgen, aufklärt und bildet, da eben solche ungebildeten Leute den Ruf der Sache schädigen.

Aber ich für mich selbst sehe da keine Zieldienlichkeit. Da es kein Ziel gibt. Ich spiele den AD aus Gewohnheit heraus, vielleicht weil ich gern "klugscheiße" oder weil es einfach meine Art ist - und das eigentlich bei allen Themen, bei denen ich bewandert bin, schon fast automatisch.

Aber grundsätzlich ist der geistige Vorgang der einen AD bildet, doch elementar um ein Weltbild zu bekommen, dass frei und abgewägt ist.
Würde ich noch daran glauben, dass dies mit der gesamten Menschheit möglich ist, dann wäre dies der Weg sie aufzuklären und zu bilden, denn egal, was Diese dann denken, es ist das Wahre und Begründete, und da verweise ich auf Voltaire.

Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. 
- sofern es der pragmatischen Wahrheit entspricht, die Logik nicht niederstreckt und du es gut begründen kannst.

Man könnte vielleicht noch den Aspekt Vernunft hinzufügen, jedoch denke ich, dass Menschen ihrer Art nach nicht vernünftig genug sind und sein können, als das man das hinzufügen sollte.
Denn die potentielle Vernunft würde dann das Obige negieren, so dass Jemand, der sich an die Wahrheit hält, und daraus logisch eigene und begründete Schlüsse zieht einfach mit "Ich finde das aber nicht vernünftig!" ausgestochen werden könnte, womit die in dem Punkt erworbene Meinungsfreiheit wieder nichtig wäre.

Logik und pragmatische, d.h. empirische, Wahrheit jedoch sind wertfrei und objektiv in ihrer Art, so können auch 2 Dinge, die sich nicht vereinbaren lassen, beide logisch und wahr sein, ob moralisch richtig und vernünftig ist und bleibt jedoch subjektiv und Sache des Betrachters.